
Dombauhütte St. Stephan
Erhaltung des Stephansdoms
Die Dombauhütte zu St. Stephan ist seit dem 12. Jahrhundert für den Bau und Erhalt des Stephansdoms verantwortlich.
Ermöglicht durch Spenden
Die wichtige Restaurierungs- und Forschungsarbeit der Dombauhütte ist nicht kommerziell und wird zum großen Teil durch Spenden finanziert.
Wissenshüterin und Kompetenzzentrum
Mit traditioneller Steinmetzkunst und modernen Techniken der Denkmalpflege arbeitet die Wiener Dombauhütte laufend an der präventiven Erhaltung des Stephansdoms. Stein für Stein. Tag für Tag.
Immaterielles UNESCO Kulturerbe
Seit 2018 ist das Dombauhüttenwesen in Österreich Teil des immateriellen UNESCO Kulturerbes. Dazu gehört neben der Dombauhütte St. Stephan auch die Dombauhütte des Linzer Mariendoms.
Der Dom Ausgabe 2026/01
Das aktuelle Mitgliederblatt des Wiener Domerhaltungsvereins zum Durchblättern.
Wie arbeitet die Dombauhütte Wien?
Die Dombauhütte zu St. Stephan besteht seit dem Mittelalter. Ihre Werkstatt befindet sich heute an der Nordseite des Stephansdoms – dort, wo die Fiaker stehen.
Steinmetzkunst in Handarbeit
Heute arbeiten rund 20 Fachkräfte aus Steinmetzkunst und Denkmalpflege an der präventiven Instandhaltung des Stephansdoms. Filigrane Steinelemente wie Krabben, Kreuzblumen oder Maßwerk werden aufwendig nach historischem Vorbild von Hand rekonstruiert – mit traditionellen Steinmetztechniken und Werkzeugen wie schon im Mittelalter.

Warum ist am Stephansdom immer ein Gerüst?
Regen, Frost, Feuer, Taubenkot – schon seit Jahrhunderten ist die Bausubstanz des Stephansdoms schädlichen Umwelteinflüssen ausgesetzt. Die Erhaltung eines über 800 Jahre alten Bauwerks erfordert ständige Aufmerksamkeit. Dass oft ein Gerüst am Stephansdom zu sehen ist, ist daher ein gutes Zeichen. Die Dombauhütte erkennt Schäden frühzeitig und saniert laufend. Diese präventiven Arbeiten gelten als Goldstandard in der Denkmalpflege.
Für einen sicheren Dombesuch
Lockere Steine, lose Dachziegel, Risse im Mauerwerk – die laufende Arbeit der Dombauhütte dient nicht nur der Konservierung eines Kulturguts. Sie sorgt auch maßgeblich für die nötige Sicherheit beim Besuch eines jahrhundertealten Bauwerks.
Finanziert durch Spenden
Die Wiener Dombauhütte ist ein nicht gewinnorientierter Handwerksbetrieb. Die laufende Restaurierungsarbeit des Stephansdoms wird ausschließlich durch Spenden und öffentliche Förderungen ermöglicht.
Häufig gestellte Fragen zum Dombau
Wann wurde der Stephansdom gebaut?
Der Bau des Stephansdoms begann im 12. Jahrhundert. Die erste Stephanskirche wurde 1137 errichtet, von ihr sind nur wenige Reste erhalten. Ab 1210 entstand der romanische Westbau mit dem Riesentor und den Heidentürmen – der älteste heute sichtbare Teil. Ab dem 14. Jahrhundert wurde der Dom im gotischen Stil erweitert. 1433 wurde der 137 Meter hohe Südturm vollendet – damals das höchste Gebäude Europas.
Warum brannte der Stephansdom 1945?
Der Brand entstand vermutlich nicht direkt durch Kriegshandlungen. Der Stephansdom selbst wurde nicht von Bomben getroffen. Vielmehr sprangen Funken von anderen Gebäuden auf das Dach des Stephansdoms über. Die genaue Ursache für den Brand am Stephansplatz ist bis heute nicht endgültig geklärt. Sicher ist aber: Der Brand war eine tragische Folge der Kriegswirren.
Woher kommen die Steine des Stephansdoms?
Der Stephansdom wurde aus Kalksandstein erbaut. Der Großteil der Steine stammt aus dem Leithagebirge, insbesondere aus Mannersdorf und Au. Dies belegen historische Rechnungen des Kirchenmeisteramts.
An der Vorderhalle des Singertors kam Mannersdorfer Algenkalk zum Einsatz. Die Dienstbotenmadonna wurde aus Atzgersdorfer Kalksandstein gefertigt.
Für die Restaurierung des Stephansdoms verwendet die Dombauhütte nach Möglichkeit dieselben Natursteine wie beim historischen Bau. Je nach Bauteil werden auch andere geologisch passende Natursteine eingesetzt, um Material, Farbe und Eigenschaften des ursprünglichen Gesteins möglichst genau zu erhalten.
Warum ist am Stephansdom immer ein Gerüst?
Die Erhaltung eines über 800 Jahre alten Bauwerks erfordert ständige Aufmerksamkeit. Dass oft ein Gerüst am Stephansdom zu sehen ist, ist ein gutes Zeichen. Die Dombauhütte erkennt Schäden frühzeitig und saniert laufend. Das ist präventive Denkmalpflege und gilt heute als Goldstandard in diesem Bereich.
Kontakt
Bei Fragen zu Restaurierungsarbeiten und Forschungsprojekten am Stephansdom sind wir gerne für Sie da.
Dombausekretariat St. Stephan
Stephansplatz 3
1010 Wien
MO–DO | 7:30–16:00
FR | 7:30–12:00







