
Bach - Toccata & Fuge
Konstantin Reymaier: The new organ at St. Stephen’s Cathedral, Vienna
Das größte Instrument Österreichs
Die Riesenorgel des Wiener Stephansdoms zählt zu den bekanntesten Orgeln Österreichs. Ihren Namen verdankt sie nicht ihrer Größe, sondern dem Riesentor, dem Hauptportal unter der Westempore. Nach ihrer Zerstörung durch den Dombrand 1945 und einer umfassenden Erneuerung erklingt die Riesenorgel heute wieder in neuer Pracht und begeistert Besucherinnen und Besucher aus aller Welt.

5
Manuale
130
Register
8.588
Pfeifen
Konstantin Reymaier: The new organ at St. Stephen’s Cathedral, Vienna
Konstantin Reymaier: The new organ at St. Stephen’s Cathedral, Vienna
Ernst Wally: Orgeln in Wien, Domkirche St. Stephan, Riesenorgel
Bei den zahlreichen Orgelkonzerten im Wiener Stephansdom können Sie die Riesenorgel live erleben und ihre beeindruckende Klangvielfalt genießen.
Rieger Orgelbau, Schwarzach (Österreich), 2020
Mit ihren 130 Registern zählt die Riesenorgel des Wiener Stephansdoms zu den größten und klanglich vielseitigsten Orgeln Österreichs.
Konstruktion und Spieltechnik
Prinzipal 32'
Prinzipal 16'
Bourdon 16'
Prinzipal I 8'
Prinzipal II 8'
Doppelflöte 8'
Gedeckt 8'
Viola 8'
Quinte 5 ⅓'
Oktave 4'
Offenflöte 4'
Gemshorn 4'
Terz 3 ⅕'
Quinte 2 ⅔'
Oktave 2'
Mixtur major IV 2 ⅔'
Mixtur minor IV 1 ⅓'
Cornet V 8'
Posaune 16'
Trompete I 8'
Trompette II 8'
Klarine 4'
Kontrabass 16'
Aeoline 16' (auch Pedal)
Suavial 8'
Gedeckt 8' (auch Pedal)
Gambe 8'
Vox coelestis 8'
Aeoline 8'
Blockflöte 4'
Fugara 4'
Nasard 2 ⅔'
Flöte 2'
Septime 1 ⅐'
Harmonia aethaeria IV - V 2'
Klarinette 8'
Rohrschalmei 8'
Tremulant
Prinzipal 8'
Bourdon 8'
Quintatön 8'
Prinzipal 4'
Nachthorn 4'
Nasard 2 ⅔'
Doublette 2'
Tierce 1 ⅗'
Larigot 1 ⅓'
Sifflöte 1'
Scharff IV - III 1'
Cromorne 8'
Tremulant
Quintaton 16'
Viola 16'
Diapason 8'
Flûte harmonique 8'
Bourdon 8'
Bourdon céleste 8'
Violoncelle 8'
Voix céleste 8'
Octave 4'
Flûte traversière 4'
Salicet 4'
Nazard harmonique 2 ⅔'
Flûte octaviante 2'
Tierce harmonique 1 ⅗'
Fourniture V 2 ⅔'
Cymbale III ⅔'
Cornet V 8'
Bombarde 16'
Trompette harmonique 8'
Basson-Hautbois 8'
Voix humaine 8'
Clairon harmonique 4'
Tremblant
Bourdon 16' (auch Pedal)
Salicional 16'
Prinzipal 8'
Wienerflöte 8' (auch Pedal)
Gemshorn 8'
Unda maris 8'
Quinte 5 ⅓'
Prestant 4'
Flauto amabile 4'
Terz 3 ⅕'
Nasard 2 ⅔'
Septime 2 ²⁄₇'
Oktave 2'
None 1 ⁷⁄₉'
Mixtur IV 2'
Fagott 16'
Trompete 8'
Cor anglais 8'
Tremulant
Windschweller
Gambe 8'
Gambe céleste 8'
Flûte harmonique 8'
Flûte harmonique 4'
French horn 8' (Hochdruck)
Clarinette 8'
Tuba 8'
Tuba 4'
Tremulant
Harmonika 16' (Windschweller)
Harmonika 8' (Windschweller)
Trompete 16' (Bass / Diskant)
Trompete 8' (Bass / Diskant)
Trompete 4'/8' (Bass / Diskant)
Tuba 8'
Glocken
Gravissima 64'
Prinzipalbass 32'
Untersatz 32'
Subbass 16'
Offenbass 16'
Gemshorn 16'
Quintbass 10 ⅔'
Großseptime 9 ⅐'
Offenflöte 8'
Terz 6 ⅖'
Theorbe 3 ⅑'
Kontrabombarde 32'
Kontrafagott 32'
Bombarde 16'
Posaune 16'
Trompete 8'
Klarine 4'
Violonbass 16'
Prinzipal 8'
Gedeckt 8'
Cello 8'
Oktave 4'
Nachthorn 4'
Flöte 2'
Mixtur IV 2'
Dulcian 16'
Beim verheerenden Dombrand im April 1945 wurde die 1886 von der Firma Eberhard Walcker erbaute Riesenorgel (90 Register) auf der Westempore von St. Stephan vollständig zerstört. Mit ihr ging eines der bedeutendsten Instrumente des Stephansdoms verloren.
1960 wurde an dieser Stelle die vom Wiener Orgelbauer Johann M. Kaufmann erbaute neue Riesenorgel mit 125 Registern geweiht. Nach rund 35 Jahren Betrieb entsprach das Instrument technisch und klanglich nicht mehr den Anforderungen der Zeit und blieb viele Jahre außer Betrieb.
Von 2017 bis 2020 wurde die Riesenorgel durch Rieger Orgelbau unter Verwendung vorhandener Pfeifen und unter Beibehaltung ihres Erscheinungsbildes von 1960 umfassend erneuert. Das Instrument erhielt ein völlig neues klangliches und technisches Konzept. Über zwei mobile Generalspieltische können die Riesenorgel und die Chororgel gemeinsam gespielt werden.

Das Buch „Die Riesenorgel im Wiener Stephansdom“ dokumentiert die Entstehung der Riesenorgel und beleuchtet anhand historischer Quellen die lange Orgel- und Musikgeschichte des Stephansdoms. Als umfassende Darstellung eines der bekanntesten Orgelprojekte der Gegenwart verbindet es die Geschichte der Erneuerung mit der Auswertung einzigartiger Archivalien zur europäischen Kirchenmusik.
Konstantin Reymaier, Verlag Schnell & Steiner, Regensburg 2020