Geschichte der Dombauhütte St. Stephan
Seit dem Mittelalter sorgt die Wiener Dombauhütte dafür, dass der Stephansdom für kommende Generationen erhalten bleibt. Hier trifft jahrhundertealtes Handwerkswissen auf die Herausforderungen der Gegenwart.
Die Anfänge der Wiener Dombauhütte
12. Jahrhundert
Mit dem Bau der ersten Stephanskirche entstanden die Voraussetzungen für eine eigene Bauhütte, in der Steinmetze und Handwerker am Kirchenbau arbeiteten.
14. Jahrhundert
Mit dem Ausbau des Stephansdoms in gotischer Form entwickelte sich die Wiener Dombauhütte zu einer bedeutenden Werkstatt für Steinmetze und Baumeister.
1459
Beim Regensburger Hüttentag wurde Wien zu einer der vier Haupthütten des Reiches ernannt und war für weite Teile Südosteuropas zuständig. Damit zählte die Wiener Dombauhütte zu den wichtigsten Zentren der mittelalterlichen Baukunst.
19. Jahrhundert
Das neu erwachte Interesse am Mittelalter führte zur Wiederbelebung der Dombauhütte. Seither widmet sie sich nahezu ausschließlich der Erhaltung des Stephansdoms.
Heute
Rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten direkt am Stephansplatz und führen die jahrhundertealte Tradition der Dombauhütte St. Stephan fort.
Wo die Arbeit geschieht?
Die heutige Werkstatt der Dombauhütte St. Stephan befindet sich an der Nordfassade des Langhauses des Stephansdoms, dort, wo heute die Fiaker stehen. Rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen hier täglich für den Erhalt des Doms und führen die traditionsreiche Handwerksarbeit fort.

Erhaltung statt Gewinn
Die Dombauhütte St. Stephan dient ausschließlich einem Ziel: der Erhaltung und Pflege des Wiener Stephansdoms. Als nicht gewinnorientierter Handwerksbetrieb steht nicht wirtschaftlicher Erfolg, sondern der verantwortungsvolle Umgang mit einem der bedeutendsten Bauwerke Österreichs im Mittelpunkt.
Da die Erhaltung des Stephansdoms zu einem großen Teil durch Spenden ermöglicht wird, ist ein verantwortungsvoller und effizienter Einsatz der verfügbaren Mittel von besonderer Bedeutung. Deshalb wird auf ein Höchstmaß an Wirtschaftlichkeit in der Eigenleistung geachtet, damit die vorhandenen Ressourcen bestmöglich für den Erhalt des Domes eingesetzt werden können





