Feierliche Priesterweihe am Hochaltar des Wiener Stephansdoms mit Weihekandidaten und Geistlichen

Hier bin ich, sende mich!

Jesaja 6,8

Weihe im Stephansdom

Ein Fest der Berufung und Sendung

Das Sakrament der Weihe beruft Männer zum Dienst als Diakone, Priester oder Bischöfe. Die Priesterweihe für die Erzdiözese Wien wird traditionell im Wiener Stephansdom gefeiert, wo die Weihekandidaten durch Handauflegung und Weihegebet in den priesterlichen Dienst aufgenommen werden.

Weihekandidaten liegen bei der Priesterweihe im Stephansdom ausgestreckt auf dem Boden.

Informationen zur Weihe

Voraussetzungen für die Weihe

Das Weihesakrament kann ausschließlich unverheirateten, getauften und gefirmten Männern gespendet werden. Das Kirchenrecht verlangt von den Kandidaten einen ungeschmälerten Glauben, die erforderliche Ausbildung, einen guten Ruf sowie bewährte Tugenden und persönliche Eignung.

Voraussetzung ist außerdem eine akademische und theologische Vorbereitung. Priesteramtskandidaten werden im Priesterseminar ausgebildet und nach sorgfältiger Prüfung durch ihre Ausbildner und den Bischof zur Weihe zugelassen. Ordensleute bereiten sich innerhalb ihrer Ordensgemeinschaft auf das Weiheamt vor. 

Die Weihe erfolgt nur mit entsprechender Erlaubnis: bei Bischöfen durch den Papst, bei Priestern und Diakonen durch den zuständigen Diözesanbischof oder Ordensoberen. Das Versprechen der lebenslangen Ehelosigkeit legen Diakone bereits bei ihrer Weihe ab.

Priesterweihe

Die Priesterweihe für die Erzdiözese Wien wird traditionell im Wiener Stephansdom gefeiert.

Priesterweihe 2027
Samstag, 19. Juni 2027, 9:30 Wiener Stephansdom

Die Weihe wird von Erzbischof Josef Grünwidl gespendet.

Diakonenweihe

Für angehende Priester bildet die Diakonenweihe die erste Stufe des Weihesakraments. Sie ist ein notwendiger Schritt auf dem Weg zur Priesterweihe und zugleich eine Zeit der Einübung in den geistlichen Dienst. In dieser Phase lernen die Kandidaten, sich ganz in den Dienst der Menschen zu stellen und sich innerlich mit Christus zu verbinden. 

Neben dem Diakonat, das auf die Priesterweihe vorbereitet, gibt es auch den sogenannten ständigen Diakonat. Männer, die sich für diesen Weg entscheiden, leben dauerhaft in dieser Berufung. Viele von ihnen sind verheiratet und stehen mitten im Leben.

Diakonenweihe 2028
Oktober 2028, Wiener Stephansdom (Termin folgt)

Die Weihe der ständigen Diakone wird von Erzbischof Josef Grünwidl gespendet.

Begleitung auf dem Berufungsweg

Das Priesterseminar und das Canisiuswerk sind zentrale Anlaufstellen, wenn Sie sich für einen geistlichen Berufungsweg interessieren oder entschieden haben.

Logo des Priesterseminars Wien, St. Pölten und Eisenstadt mit stilisiertem Kreuz

Priesterseminar

Das Priesterseminar begleitet angehende Priester auf ihrem Weg zum geistlichen Dienst. Es verbindet theologisches Studium, persönliche Entwicklung und praktische Erfahrungen im pastoralen Dienst.

Rotes Logo des Canisiuswerks mit strahlenförmigem C-Symbol und Schriftzug CANISIUSWERK

Canisiuswerk

Das Canisiuswerk, das österreichische Zentrum für geistliche Berufe, begleitet Menschen auf der Suche nach ihrer persönlichen Berufung und bietet Orientierung für den weiteren Glaubensweg.

Ablauf der Weihe

Einzug in den Stephansdom während der Priesterweihe 2026
Ein Geistlicher mit gefalteten Händen im Altarraum des Stephansdoms während einer Priesterweihe
Weihekandidaten in weißen Gewändern mit gefalteten Händen im Altarraum des Stephansdoms vor der versammelten Gemeinde
Weihekandidaten liegen während einer Priesterweihe im Stephansdom flach auf den Stufen.
Einem Geistlichen wird bei der Priesterweihe im Stephansdom das Messgewand angelegt
Ein Priester in weißem liturgischem Gewand spendet einem vor ihm gebeugten Mönch mit erhobenen Händen den Segen.

Feierlicher Einzug

Feierlicher Einzug der Weihekandidaten und Beginn der Messfeier.

"Hier bin ich!"

Die Weihekandidaten werden namentlich aufgerufen und antworten mit „Hier bin ich!“. Nach der Bestätigung ihrer Eignung erklärt der Bischof: „Mit dem Beistand unseres Herrn erwählt die Kirche diese Männer zu Priestern.“

„Ich bin bereit!“

Nach dem Wortgottesdienst beginnt der Weiheakt. Die Weihekandidaten bekunden mit „Ich bin bereit!“ ihre Bereitschaft zum priesterlichen Dienst und versprechen die treue Erfüllung ihrer Aufgaben.

Prostratio & Handauflegung

Während der Allerheiligenlitanei legen sich die Weihekandidaten ausgestreckt auf den Boden und bringen ihre Hingabe an Gott zum Ausdruck. Anschließend legt der Bischof ihnen die Hände auf und spricht das feierliche Weihegebet.

Erläuternde Riten

Die Neupriester werden mit Stola und Messgewand eingekleidet und ihre Hände werden mit Chrisamöl gesalbt. Mit der Übergabe von Kelch und Patene werden sie zum priesterlichen Dienst beauftragt.

Primizsegen

Bei der Eucharistiefeier konzelebrieren die Neupriester erstmals. Am Ende der Messe spenden sie der Gemeinde ihren ersten priesterlichen Segen, den Primizsegen.

Häufig gestellte Fragen zur Weihe

Warum können nur Männer geweiht werden?

Das Weihesakrament kann in der katholischen Kirche (aber auch in der orthodoxen und altorientalischen Kirche) nur ein Mann empfangen. Der Grund dafür liegt in der fortdauernden apostolischen Tradition, die darauf basiert, dass Jesus Christus selbst ausschließlich Männer in den Kreis der Apostel berufen hat und die Apostel ihrerseits nur Männern die Hände aufgelegt und damit geweiht haben.

Wann findet die nächste Weihe im Stephansdom statt?

Die Priesterweihe für die Erzdiözese Wien wird traditionell im Wiener Stephansdom gefeiert. Der nächste Weihetermin findet am Samstag, 19. Juni, 2027 um 9:30 im Stephansdom statt.

Wo finde ich noch mehr Informationen zur Weihe?

Viele weitere hilfreiche Informationen zum Sakrament der Weihe finden Sie auf der Seite der Erzdiözese Wien.

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