Gotischer Flügelaltar mit reich verzierten vergoldeten Schnitzfiguren im Stephansdom

MO–SA

9:00–11:30 

13:00–16:30 

SO & Feiertage

13:00–16:30

Der Wiener Neustädter Altar kann mit dem All-Inclusive-Ticket oder dem Kirchenraum-Einzelticket besichtigt werden.

Kirchenraum-Einzelticket
Erwachsene: 7 €
Kinder (0–14 Jahre): 3 €
Gruppen ab 15 Personen (Erwachsene): 6 €
Schulklassen (14–18 Jahre): 4 €
Schulklassen (10–14 Jahre): 2 €
Schulklassen (6–10 Jahre): 0 €

All-Inclusive-Ticket
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Kinder (6–14 Jahre): 7 €

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Der Wiener Neustädter Altar befindet sich im nördlichen Seitenschiff des Stephansdoms. Nach dem Eingang durch das Riesentor wendet man sich nach links und durchquert der Länge nach das nördliche Seitenschiff. An dessen Ende, im sogenannten Frauenchor, hat man den Wiener Neustädter Altar erreicht.

Der Wiener Neustädter Altar des Stephansdoms

Eine monumentale Bühne der Heiligen

Der Wiener Neustädter Altar ist der älteste vollständig erhaltene Doppelflügelaltar Österreichs. 4,5 Meter hoch und bei geöffneten Flügeln 5,5 Meter breit, ist er unübersehbar. Er zählt zu den bedeutendsten spätgotischen Kunstwerken im Stephansdom.

Gottesdienst in einer gotischen Kirche vor dem Wiener Neustädter Altar mit Priestern und versammelter Gemeinde
Geöffneter gotischer Schnitzaltar mit vergoldeten Heiligenfiguren, biblischen Szenen und filigranem Maßwerk im Stephansdom
Bemalter Flügel des Wiener Neustädter Altars mit Heiligendarstellungen und biblischen Szenen

Wo im Dom befindet sich der Wiener Neustädter Altar?

Der Wiener Neustädter Altar befindet sich im nördlichen Seitenschiff des Stephansdoms. Nach dem Eingang durch das Riesentor wendet man sich nach links und durchquert der Länge nach das nördliche Seitenschiff. An dessen Ende, im sogenannten Frauenchor, hat man den Wiener Neustädter Altar erreicht.

Geschichte und Architektur des Wiener Neustädter Altars

Entstehung

Der Name verrät es bereits: Angefertigt wurde der Altar um 1447 für das Zisterzienserkloster („Neukloster“) in Wiener Neustadt. Er gilt als Stiftung des späteren Kaisers Friedrich III., dessen monumentales Grabmal sich heute gegenüber im Apostelchor befindet. Namentlich ist der „Meister des Friedrichsaltars“ nicht überliefert. Nachdem das Neukloster infolge erheblicher finanzieller Schwierigkeiten zum Verkauf des Altars gezwungen war, wurde der Wiener Neustädter Altar 1884 vom Wiener Domerhaltungsverein erworben und in den Wiener Stephansdom überführt.

Gesamteindruck

Die Menschen des Spätmittelalters haben den Wiener Neustädter Altar wohl als „multimediale“ Sensation erlebt: Architektur, Malerei, Skulptur, Relief, Vergoldung und Reliquienverehrung verbinden sich zu einer überwältigenden Erzählung. Stilistisch steht der Altar noch ganz in der Bildtradition des Spätmittelalters.

Aufbau

Mit seinen zwei Paaren beweglicher Flügel hat der Wiener Neustädter Altar in früheren Zeiten eine „liturgische Dramaturgie“ entfaltet. Sie führte von den Heiligen und ihrer Gemeinschaft zu Maria und Christus und schließlich zur Dreifaltigkeit.

An gewöhnlichen Tagen sah man bei geschlossenen Flügeln ausschließlich gemalte Figuren. An Sonntagen wurden die beiden äußeren Flügel geöffnet: 16 Tafeln eröffneten eine reiche Bilderwelt mit Aposteln und Heiligen.

Heute ist der Wiener Neustädter Altar das ganze Jahr hindurch in seiner Festtagsansicht zu sehen: Alle Flügel sind geöffnet, und die farbig gefassten, teils vergoldeten Skulpturen und Reliefs sind sichtbar. Nur während der Fasten- und Adventzeit wird er einmal geschlossen, sodass die Sonntagsansicht sichtbar wird; in der Karwoche bleibt er vollständig geschlossen und zeigt die Werktagsansicht.

Facetten des Wiener Neustädter Altars

Detail der Predella des Wiener Neustädter Altars mit gotischem Maßwerk sowie den Inschriften A.E.I.O.U. und 1447
Gotischer Flügelaltar mit reich verzierten vergoldeten Schnitzfiguren im Stephansdom
Gotischer Flügelaltar mit reich verzierten vergoldeten Schnitzfiguren im Stephansdom
Gotischer Flügelaltar mit reich verzierten vergoldeten Schnitzfiguren im Stephansdom
Gottesdienst in einer gotischen Kirche vor dem Wiener Neustädter Altar mit Priestern und versammelter Gemeinde

Das geheimnisvolle „A.E.I.O.U.“

Dieser Wahlspruch des habsburgischen Altarstifters Friedrich III. findet sich gleich zweimal auf der Predella. Seine Bedeutung ist bis heute umstritten.

Krönung Mariens durch die Dreifaltigkeit

Im Hauptschrein bildet sie den Höhepunkt in der Dramaturgie des Altars: Die Krönung Mariens durch die Dreifaltigkeit. Die Innenflügel setzen die Marien-Erzählung mit vier großen Reliefs fort.

Allerheiligenretabel

Oft wird der Wiener Neustädter Altar als „Allerheiligenretabel“ bezeichnet: Allein die gemalten Flügeltafeln sehen 72 Plätze für Heilige vor – tatsächlich sind noch mehr dargestellt.

Predella - die Sockelzone des Altars

Die Sockelzone des Altars – die Predella – funktioniert selbst als kleiner Flügelaltar. Auffallend sind acht kleine, goldgerahmte gotische Maßwerkfenster. Früher wurden dahinter Reliquien verwahrt.

Die Werktagsansicht - Der Altar geschlossen

Bewusst zurückhaltend zeigt sich der Altar an gewöhnlichen (Wochen-) Tagen, wenn beide Flügelpaare geschlossen sind. Acht gemalte Tafeln zeigen 24 Heilige mit ihren charakteristischen Attributen.

Häufig gestellte Fragen zum Wiener Neustädter Altar

Muss ich ein Ticket kaufen, um den Wiener Neustädter Altar zu besichtigen?

Um den Wiener Neustädter Altar aus der Nähe besichtigen zu können, benötigen Sie ein Ticket. Der Zugang ist entweder mit dem All-Inclusive-Ticket oder dem Kirchenraum-Einzelticket möglich.

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Kann ich den Wiener Neustädter Altar bei einer Führung besichtigen?

Ja, der Wiener Neustädter Altar kann im Rahmen einer Domführung besichtigt werden. Die Führungen werden regelmäßig in deutscher und englischer Sprache angeboten.

Zu den Führungen

Was machte Flügelaltäre so populär?

Spätestens in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts kamen Flügelaltäre breit in Mode. 38 davon gab es ursprünglich im Stephansdom. Über das Öffnen und Schließen ihrer Flügel im Rhythmus des Kirchenjahres boten sie viel Stoff zum Betrachten und erzählten ganze Geschichten. Zu dieser Zeit konnten die meisten Menschen noch nicht lesen. Auf diese Weise wurde es möglich, Motive der Heilsgeschichte mit ihren Zusammenhängen zu vermitteln.

Woher stammt der Name Wiener Neustädter Altar?

Wiener Neustadt, 50 Kilometer südlich von Wien, war Residenzstadt Kaiser Friedrichs III. Signiert mit seinem Wahlspruch A.E.I.O.U. hat er den Altar dem dortigen „Neukloster“ gestiftet. Nachdem das Kloster an den Wiener Domerhaltungsverein übergegangen war, wurde der Altar 1884 in den Stephansdom gebracht.

Wie präsent war der Wiener Neustädter Altar in der Geschichte des Stephansdoms?

Visuell war der Altar ursprünglich noch präsenter als heute: Mit dem filigranen Gesprenge, das über die Jahrhunderte verloren gegangen ist, hat er eine Höhe von fast zehn Metern erreicht. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs diente er vorübergehend sogar als Hochaltar. Von 1986 bis 2004 wurde er umfassend restauriert.

All-Inclusive-Ticket

Ein Ticket. Alle Highlights: Südturm, Nordturm, Katakomben-Führung und Domrundgang mit Audioguide. Sichern Sie sich mit dem All-Inclusive-Ticket Eintritt zu allen Erlebnissen im Stephansdom.

Führungen

Geführte Entdeckungsreisen durch den Dom, die Katakomben oder den Dachboden. Unsere Domführer erzählen Ihnen spannende Hintergründe zum Stephansdom.

Kirchenraum-Ticket

Das Einzelticket für den Innenraum des Stephansdoms können Sie direkt am Ticketschalter im Dom kaufen.

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Barocker Hochaltar im Stephansdom mit großem Altarbild, Skulpturen und Blumenschmuck vor bunten Glasfenstern

Hochaltar

Kunstvoller barocker Hochaltar aus Marmor. Abgebildet ist die Steinigung des heiligen Stephanus, bekrönt von einer Marienstatue.

Erlebnis
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Geschichte
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Nordturm des Stephansdoms mit grünem Turmhelm neben dem bunt gemusterten Ziegeldach

Nordturm

Aussichtsplattform mit Blick auf das bunte Ziegeldach des Stephansdoms. Heimat der Pummerin, der größten Glocke Österreichs. Auffahrt mit Aufzug.

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Riesentor Stephansdom Seitenansicht

Riesentor

Hauptportal in den Dom im Stil der Spätromanik. Einer der ältesten noch erhaltenen Teile des Doms.

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Spätgotischer Orgelfuß aus Stein an der Kirchenwand mit kunstvollem Rippengewölbe, Skulpturen und barockem Altar

Orgelfuß

Wo einst eine Schwalbennestorgel erklang, beeindruckt heute ihr kunstvoll gestalteter Orgelfuß – ein Meisterwerk Anton Pilgrams.

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