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Das Wiener Festgeläute
Nachdem die neue Pummerin 1957 im Nordturm ihren Platz gefunden hatte, wurde im Südturm Raum für ein neues Geläute geschaffen. Die elf Glocken des Festgeläutes wurden 1960 von der Wiener Glockengießerei Joseph Pfundner gegossen.

Das Festgeläute mit seinen elf Glocken bildet heute das moderne Hauptgeläut des Stephansdoms. Die Tonhöhen wurden exakt auf die Pummerin abgestimmt. Erstmals erklang das Geläute zu Allerheiligen 1960. Seither begleitet es als festliches Plenum oder als Läutmotive in unterschiedlichen Kombinationen nahezu alle Gottesdienste im Stephansdom.

Tonhöhe: g° + 11
Gewicht: 5221,5 kg
Ø 198,7 cm
Gegossen 1960

Tonhöhe: c‘ + 8
Gewicht: 2193 kg
Ø 150,6 cm
Gegossen 1960

Tonhöhe: es‘ + 13
Gewicht: 1286 kg
Ø 125,7 cm
Gegossen 1960

Tonhöhe: f‘ + 8
Gewicht: 956 kg
Ø 112 cm
Gegossen 1960

Tonhöhe: g‘ + 12
Gewicht: 593 kg
Ø 100 cm
Gegossen 1960

Tonhöhe: b‘ + 11
Gewicht: 399 kg
Ø 86 cm
Gegossen 1960

Tonhöhe: c‘‘ + 8
Gewicht: 266,9 kg
Ø 75 cm
Gegossen 1960

Tonhöhe: d‘‘ + 8
Gewicht: 261,4 kg
Ø 71 cm
Gegossen 1960

Tonhöhe: f‘‘ + 11
Gewicht: 108,9 kg
Ø 56 cm
Gegossen 1960

Tonhöhe: a‘‘ + 9
Gewicht: 63,9 kg
Ø 45 cm
Gegossen 1960

Tonhöhe: c‘‘‘ + 11
Gewicht: 44,4 kg
Ø 39 cm
Gegossen 1960

Viertelstundenschlag
Tonhöhe: g‘‘
Gewicht: ca. 140 kg
Ø 60 cm
Gegossen 1771 von Franz Joseph Scheichel in Wien

Stundenschlag
Tonhöhe: cis‘
Gewicht: ca. 1500 kg
Ø 149 cm
Gegossen 1449 von Jakob Straiffing und Peter Obrecht

Tonhöhe: c’’
Gewicht: 237 kg
Ø 73,5 cm
Gegossen 1746 (Umguss von 1613) von Johann Joseph Pfrenger in Wien. Die lange Zeit stumme Speisglocke wurde 2026 reaktiviert und läutet jeden Abend um 22 Uhr zum Abschluss des Tages.
Die Glocken im Südturm sind nicht direkt zugänglich. Beim Aufstieg über die 343 Stufen zur Türmerstube führt der Besucherweg jedoch an der historischen Glockenstube vorbei, die bis zum Zweiten Weltkrieg die alte Pummerin beherbergte.
Öffnungszeiten Südturm
9:00–19:00
Letzter Aufstieg: 18:15
Die elf Glocken des Südturms bilden das sogenannte Festgeläute und läuten jeden Sonn- und Feiertag vor dem Hochamt um 10:05. Einzelne Glocken läuten in unterschiedlichen Kombinationen als Läutmotive zu allen anderen Gottesdiensten. In der Läuteordnung ist geregelt, wann welche Glocke wie lang erklingt.