Ein Priester gießt bei einer Taufe Weihwasser über den Kopf eines Säuglings.

Ja, eine Taufe im Stephansdom ist möglich. Sie können Ihr Kind im Stephansdom taufen lassen, egal in welcher Pfarre Sie wohnen. Das konkrete Prozedere wird in persönlicher Absprache mit Ihnen geplant.

Wenn Sie Ihr Kind zur Taufe im Stephansdom anmelden möchten, wenden Sie sich bitte direkt an die Dom- und Pfarrkanzlei St. Stephan. Dort wird ein Termin für die Taufe vereinbart. Außerdem werden die erforderlichen Dokumente geprüft, die Taufe angemeldet und das Taufprotokoll erstellt. Anschließend wird ein Termin für das Taufgespräch mit einem Priester oder Diakon vereinbart.

Dom- und Pfarrkanzlei
Elvira Steigerwald
Matriken / Buchhaltung

e.steigerwald@edw.or.at
+43 1 515 52 3534
MO-MI 9:00–16:00
DO 12:00–18:00
FR 9:00–14:00

Wer sich als Erwachsener taufen lassen möchte, bereitet sich gewöhnlich im Rahmen einer längeren Vorbereitungsphase, dem Katechumenat, auf den Empfang des Sakramentes vor.

Ausführliche Informationen zur Erwachsenentaufe finden Sie auf der Seite des Erwachsenenkatechumenat.

Die Taufe ist die Brücke, die Jesus zwischen sich und uns gebaut hat.

Papst Franziskus

Taufe im Stephansdom

Start in das christliche Leben im Herzen von Wien

Die Taufe ist das erste und grundlegende Sakrament der katholischen Kirche. Durch sie wird der Mensch in die Gemeinschaft mit Christus und der Kirche aufgenommen und unter den Schutz und Segen Gottes gestellt. Jedes Jahr empfangen zahlreiche Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Stephansdom die Taufe und beginnen damit ihren Weg im christlichen Glauben.

Bei einer Taufe in der Kirche trocknet eine Frau den Kopf eines Babys mit einem weißen Tuch ab.

Voraussetzungen für die Taufe

Welche Dokumente benötige ich zur Anmeldung?

Für eine Taufe werden folgende Dokumente benötigt:

  • Geburtsurkunde des Täuflings
  • Meldezettel des Täuflings
  • Taufschein der Patin bzw. des Paten
  • beide Taufscheine der Eltern (sofern vorhanden)
  • Heiratsurkunde der Eltern (sofern verheiratet)
  • Vaterschaftsanerkennung (wenn nicht verheiratet)

Taufscheine nicht auffindbar
Sollten die Taufscheine der Eltern oder der Paten nicht auffindbar sein und wurden Sie oder die betreffende Person in Österreich getauft, sind Sie gebeten, die Namen und das Geburtsdatum anzugeben oder eine Kopie eines Lichtbildausweises zu übermitteln.

Wer kann Taufpatin oder Taufpate werden?

Wer das Patenamt übernimmt, muss:

  • mindestens 16 Jahre alt sein.
  • katholisch getauft und gefirmt sein.
  • falls verheiratet, kirchlich getraut worden sein.
  • eine aufrechte Kirchenmitgliedschaft haben, also nicht ausgetreten.
  • den Täufling auf seinem Glaubensweg begleiten und mithelfen, dass er ein christliches Leben führt. 

Die Eltern des Täuflings können selbst nicht Taufpaten werden. Christinnen und Christen anderer Konfessionen können als Taufzeugen zugelassen werden, wenn es zusätzlich eine katholische Taufpatin oder einen Taufpaten gibt. Personen, die aus der Kirche ausgetreten sind, können nicht als Taufpatin oder Taufpate zugelassen werden. Ebenso können sie nicht als Taufzeugen in den Taufdokumenten eingetragen werden.

Ablauf der Taufe im Stephansdom

Ein Mann im Anzug hält ein Baby auf dem Arm, während eine lächelnde Frau dem Kind sanft über den Kopf streicht
Priester segnet ein Baby bei einer Taufe in der Kirche im Beisein der Familie
Ein Priester im liturgischen Gewand liest bei einer Taufe in der Kirche vor den Eltern mit ihrem Baby.
Ein Priester gießt Weihwasser über den Kopf eines Säuglings am Taufbecken
Ein Priester legt bei einer Taufe die Hand auf den Kopf eines Babys, das von einem Mann im Anzug auf dem Arm gehalten wird.
Eltern blicken lächelnd auf ihr Baby im weißen Taufkleid in einer Kirche
Ein Mann entzündet eine Taufkerze an der Osterkerze vor dem Altar.
Ein Priester segnet ein Baby im weißen Taufkleid, das von einem Mann im Anzug gehalten wird.

Bezeichnung des Täuflings mit dem Kreuzzeichen

Der Täufling wird mit dem Kreuzzeichen bezeichnet. Es ist das sichtbare Zeichen der Zugehörigkeit zu Christus und zur Kirche.

Handauflegung mit Gebet

Mit der Handauflegung und einem Gebet wird der Täufling unter Gottes Schutz gestellt. Zugleich bittet der Priester um die Bewahrung vor dem Bösen und um Gottes Segen für das Leben.

Absage des Bösen und Glaubensbekenntnis

Mit den Worten „Ich widersage“ sagen Eltern und Patinnen beziehungsweise Paten stellvertretend für das Taufkind dem Bösen ab und bekennen ihren Glauben.

Taufe mit Taufwasser und Heiligem Geist

Der Priester gießt dem Täufling dreimal Wasser über den Kopf und spricht dazu die Taufworte: „(Vorname), ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

Salbung mit Chrisamöl

Der Priester salbt den Täufling mit Chrisamöl als Zeichen der Stärkung und der Zugehörigkeit zu Christus.

Hinweis auf das weiße Taufkleid

Der Priester legt dem Täufling ein weißes Kleid beziehungsweise ein weißes Tuch an. Es symbolisiert Reinheit, Licht und den Neuanfang, den die Taufe schenkt.

Entzünden der Taufkerze

Der Priester oder Patin/Pate entzündet die Taufkerze an der Osterkerze und übergibt sie den Eltern oder Patinnen beziehungsweise Paten. Die Kerze symbolisiert Jesus Christus, das Licht der Welt.

Effata-Ritus auch Öffnungsritus genannt

Effata-Ritus: Der Priester berührt die Ohren und den Mund des Täuflings und spricht das Wort „Effata“ („Öffne dich“). Dadurch wird symbolisch ausgedrückt, dass der Täufling das Wort Gottes hören, verstehen und seinen Glauben bekennen kann.

Musik bei der Taufe im Stephansdom

Die musikalische Gestaltung Ihrer Tauffeier kann individuell erfolgen. Gerne empfehlen wir Ihnen auch geeignete Musikerinnen und Musiker für ihre Feier im Stephansdom.

Vier Sänger mit Notenmappen singen in einer Kirche vor einem Altar

Taufkapelle im Stephansdom

Im Stephansdom werden Taufen üblicherweise in der Taufkapelle, auch Katharinenkapelle genannt, am Fuß des Südturms an der Südseite des Doms gefeiert. Dort befindet sich auch der berühmte spätgotische Taufstein, der seit Jahrhunderten eng mit dem Taufsakrament verbunden ist.

Gotischer Taufstein mit figürlichen Reliefs und einem darüber hängenden, reich verzierten Holzdeckel in einer Kirche

Der historische Taufstein

Der Taufstein des Stephansdoms stammt aus dem Jahr 1481. Das kunstvoll gestaltete spätgotische Werk aus rotem Salzburger Marmor ist seit Jahrhunderten Ort der Taufe und Symbol für den Eintritt in die christliche Gemeinschaft.

Anmeldung & Kontakt

Wenn Sie eine Taufe im Stephansdom feiern möchten, kontaktieren Sie bitte Frau Elvira Steigerwald aus der Dom- und Pfarrkanzlei St. Stephan. 

Porträt von Elvira Steigerwald, lächelnd in roter Jacke vor hellem Hintergrund

Elvira Steigerwald

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Häufig gestellte Fragen zur Taufe

Kostet die Taufe im Stephansdom etwas?

Nein, die Taufe im Stephansdom ist kostenlos.

Kann mein Kind im Stephansdom getauft werden, wenn die Dompfarre nicht meine Wohnsitzpfarre ist?

Ja, auch wenn Ihre Wohnsitzpfarre nicht im Pfarrgebiet von St. Stephan liegt, ist eine Taufe im Stephansdom möglich.  Zur weiteren Abstimmung nehmen Sie bitte mit der Dompfarre Kontakt auf. 

Wie lange im Voraus sollte eine Taufe im Stephansdom angefragt werden?

Bitte melden Sie Ihr Kind bestenfalls drei Monate im Voraus in der Dom- und Pfarrkanzlei St. Stephan an. Da vor der Taufe auch ein Taufgespräch mit einem Priester oder Diakon stattfindet, muss dafür ebenfalls ein Termin gefunden werden. 

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Kann ich den Priester für die Taufe im Stephansdom selbst aussuchen?

Ja, das ist möglich. Das Sakrament der Taufe kann im Stephansdom von jedem Priester oder Diakon gespendet werden, unabhängig davon, aus welcher Pfarre er kommt.

Ist der Stephansdom während der Taufe für die Besichtigung geschlossen?

Nein. Taufen finden meist in einem abgegrenzten Bereich (der Katharinenkapelle) des Stephansdoms statt, sodass der Dom grundsätzlich weiterhin für Besucherinnen und Besucher geöffnet bleibt.

Kann es auch zwei Taufpatinnen oder Taufpaten geben?

Für das Patenamt ist grundsätzlich nur eine Person vorgesehen.
Falls gewünscht, können auch zwei Personen Taufpatin beziehungsweise Taufpate sein.

Müssen die Eltern katholisch getauft sein?

Mindestens ein Elternteil muss katholisch getauft sein. Mit dem Einverständnis des nicht-katholischen Elternteils kann Ihr Kind trotzdem in der katholischen Kirche getauft werden.

Unter Umständen ist auch eine Taufe möglich, wenn kein Elternteil katholisch beziehungsweise nicht getauft ist. Wichtig ist, dass die Taufpatin oder der Taufpate katholisch ist und dafür Sorge trägt, dass das Patenkind als Christ aufwachsen und leben kann.

Wo finde ich noch mehr Informationen zur Taufe?

Viele weitere hilfreiche Informationen rund um das Thema Taufe, die Taufvorbereitung und die Feier der Taufe finden Sie auf der Seite der Erzdiözese Wien sowie auf dem Portal Meine Familie.

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