Kunstvoll verziertes Friedrichsgrab aus rotem Marmor mit Reliefs und Wappen im Stephansdom

MO–SA

9:00–11:30

13:00–16:30 

SO & Feiertage

13:00–16:30

Um die Grabmäler im Kirchenraum beziehungsweise in den Katakomben aus der Nähe besichtigen zu können, benötigen Sie ein Ticket. Der Zugang zu allen Grabmälern ist mit dem All-Inclusive-Ticket möglich. Die Grabmäler im Kirchenraum können auch mit dem Kirchenraum-Einzelticket besichtigt werden.

Kirchenraum-Einzelticket
Erwachsene: 7 €
Kinder (0–14 Jahre): 3 €
Gruppen ab 15 Personen (Erwachsene): 6 €
Schulklassen (14–18 Jahre): 4 €
Schulklassen (10–14 Jahre): 2 €
Schulklassen (6–10 Jahre): 0 €

All-Inclusive-Ticket
Erwachsene: 25 €
Kinder (6–14 Jahre): 7 €

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Vom Eingang beim Riesentor führt der Weg zum gegenüberliegenden, östlichen Ende des Kirchenraums. Rechts vom Hochaltar im südlichen Seitenchor befindet sich das Friedrichsgrab Kaiser Friedrichs III. Links vom Hochaltar im nördlichen Seitenchor, rechts neben dem Wiener Neustädter Altar, steht der Rudolfskenotaph.
Das leere Ehrengrab erinnert an Herzog Rudolf IV., den „Stifter“, dessen sterbliche Überreste nicht hier, sondern in der Herzogsgruft in den Katakomben des Stephansdoms bestattet sind.

Grabmäler im Stephansdom

Ein Ort der ewigen Ruhe

Rund 140 teils monumentale Grabmäler im Innenraum und an der Außenfassade des Doms sind erhalten. Gebeine in den Katakomben erinnern an etwa 12.000 Menschen, die im Stephansdom bestattet wurden.

Wo im Dom befinden sich das Friedrichsgrab und der Rudolfskenotaph?

Vom Eingang durch das Riesentor führt der Weg zum gegenüberliegenden, östlichen Ende des Kirchenraums. Rechts vom Hochaltar im südlichen Seitenchor befindet sich das Friedrichsgrab Kaiser Friedrichs III. Links vom Hochaltar im nördlichen Seitenchor, rechts neben dem Wiener Neustädter Altar, steht der Rudolfskenotaph, das Ehrengrab Herzog Rudolfs IV., des „Stifters“.

Friedrichsgrab aus rötlichem Marmor mit Wappenschilden und detailreichen Figurenreliefs unter gotischen Bögen

Geschichte und Architektur des Friedrichsgrabs

Entstehung

Sein Grabmal hat Kaiser Friedrich III. (1415–1493) noch zu seinen Lebzeiten in Auftrag gegeben. Gearbeitet wurde daran über Jahrzehnte. Die monumentale Deckplatte stammt von Niclaes Gerhaert van Leyden. Nach dem Tod des Kaisers im Jahr 1493 haben andere Meister die Arbeit weitergeführt. Die feierliche Beisetzung des Kaisers im vollendeten Hochgrab erfolgte zwanzig Jahre nach seinem Tod, im Jahr 1513.

Gesamteindruck

Das Hochgrab besteht aus rötlichem Adneter Marmor aus dem heutigen Bundesland Salzburg. Die mächtige Deckplatte zeigt Friedrich III. im kaiserlichen Ornat mit Krone, Reichsapfel und Zepter. Das Zepter trägt das rätselhafte Zeichen A.E.I.O.U. Rund um den Kaiser erscheinen die Wappen seiner Herrschaftsgebiete. An den Seiten des Hochgrabs und an der steinernen Balustrade sind Hunderte Figuren dargestellt. Neben Aposteln, Heiligen und Mönchen wird auch auf Friedrichs fromme Werke und Stiftungen verwiesen. 

Bedeutung

Das Friedrichsgrab gilt als herausragendes Kaisergrabmal nördlich der Alpen. Es zählt auch zu den bedeutendsten Werken spätmittelalterlicher Bildhauerei im deutschsprachigen Raum. Bemerkenswert sind die außergewöhnliche plastische Qualität und die lebendige, ausdrucksstarke Gestaltung der Figuren.

Facetten des Friedrichsgrabs

Detail der Grabplatte von Kaiser Friedrich III. mit gemeißelter Liegefigur im Ornat mit Krone und Reichsapfel
Detail des Friedrichsgrabs mit kunstvoll gemeißelten Heiligenfiguren, Reliefs und Wappenschilden
Kunstvoll verziertes Friedrichsgrab aus rotem Marmor mit Reliefs und Wappen im Stephansdom
Totenschädel und liegende Tierfigur aus rötlichem Marmor unter einem Bogen am Friedrichsgrab
Detail der Grabplatte von Kaiser Friedrich III. mit gemeißelter Liegefigur im Ornat mit Krone und Reichsapfel

Monumentale Grabplatte

Die Grabplatte, auf der die Figur von Kaiser Friedrich III. liegt, stammt von Niclaes Gerhaert van Leyden. Sie wiegt über acht Tonnen.

Umfangreiches Figurenprogramm

214 Figuren bevölkern die Seiten des Friedrichsgrabs. Apostel, Heilige und Mönche sind kein bloßer Schmuck, sie erzählen theologische Motive.

Balustrade mit Figuren

54 Figuren weist die Balustrade des Friedrichsgrabs auf. 13 größere Figuren stellen Christus und die Apostel dar. Dazu kommen 40 kleinere Figuren von weiteren Heiligen.

Reiche Fauna

Das Friedrichsgrab weist einen erstaunlich reichen Tierbestand auf. Darunter Kröten, Frösche und Affen. Dazu kommen Totenköpfe als Mahnung an die Vergänglichkeit.

Zeichen der Kaiserwürde

Krone, Reichsapfel Zepter sind am Grabmal dargestellt und bilden die kaiserlichen Insignien von Friedrich III. Er war der längstdienende römisch-deutsche Kaiser der Geschichte.

Rudolfskenotaph mit gotischen Spitzbogenarkaden und liegender Grabfigur auf der Deckplatte

Geschichte und Architektur des Rudolfskenotaphs

Entstehung

Der Habsburger Rudolf IV. (1339–1365) war der Stifter von St. Stephan. Seine sterblichen Überreste wurden an anderer Stelle in der Herzogsgruft des Doms bestattet. Das Grabmal ist somit ein Kenotaph, ein „Scheingrab“. Die Schöpfer des Kenotaphs sind nicht namentlich bekannt. Die Forschung geht davon aus, dass Hochgrab, Deckplatte und Liegefiguren zu unterschiedlichen Zeiten entstanden sind.

Gesamteindruck

Im Mittelpunkt des Grabmals stehen die beiden überlebensgroßen Liegefiguren von Rudolf IV. und seiner Frau Katharina von Böhmen. Sie bestehen aus hellem Kalksandstein und liegen auf einer Deckplatte aus Marmor. Beide tragen festliche höfische Kleidung, und ihre Augen sind geöffnet. Rudolf trägt den charakteristischen Erzherzogshut. Dieser war Ausdruck des hohen Ranges, den er für die Habsburger beanspruchte. Interessant sind die gotischen Arkaden an den Seiten des Grabmals: ursprünglich saßen dort kleine Figuren.

Bedeutung

Der Rudolfskenotaph zählt zu den bedeutendsten österreichischen Fürstengrabmälern des Spätmittelalters. Früher war es auch mit einem Baldachin, zahlreichen Figuren und wertvollen Ornamenten versehen. Diese sind im Lauf der Jahrhunderte verloren gegangen. Das Grabmal erscheint nicht nur als Totengedenken, sondern auch als ein Ausdruck umfassender fürstlicher Repräsentation.

Facetten des Rudolfskenotaphs

Deckplatte des Rudolfskenotaphs mit den liegenden Grabfiguren von Rudolf IV. und seiner Gemahlin mit Löwen zu ihren Füßen
Grabplatte des Rudolfskenotaphs mit den liegenden Figuren des Stifterpaares
Deckplatte des Rudolfskenotaphs mit den liegenden Grabfiguren von Rudolf IV. und seiner Gemahlin mit Löwen zu ihren Füßen
Detail des Rudolfskenotaphs mit liegender Grabfigur und eingemeißelter Inschrift im Alphabetum Kaldeorum am Rand
Rudolfskenotaph mit gotischen Spitzbogenarkaden und liegender Grabfigur auf der Deckplatte

Grabplatte mit dem Stifterpaar

Die Deckplatte des Rudolfskenotaphs zeigt Herzog Rudolf IV. den Stifter und seine Gemahlin Katharina von Böhmen als überlebensgroße Liegefiguren.

Offene Augen

Die Augen von Rudolf IV. und seiner Frau sind offen. Die Darstellung zeigt sie nicht einfach als Tote, sondern als zum ewigen Leben im Jenseits bestimmte Herrscher.

Löwen zu Füßen

Die beiden Löwen zu Füßen des Paares werden als Symbole für das christliche Motiv der Auferstehung gedeutet.

Alphabetum Kaldeorum

Name und Titel Rudolfs sind in einer Inschrift in einem verschlüsselten Alphabet genannt, dem sogenannten Alphabetum Kaldeorum.

Gotische Arkaden

Die gotischen Arkaden enthielten in früheren Zeiten mindestens acht kleine Figuren auf jeder Längsseite des Grabmals.

Weitere Grabmäler und Gruften in den Katakomben

Grabmäler und Gruften im Stephansdom erzählen Interessantes über das Leben und Sterben.

Gewölbter Gang der Herzogsgruft mit Schachbrettboden, vergitterten Nischen und Särgen vor einem Kruzifix im Hintergrund

Herzogsgruft

Hier ruht mit seiner Frau der Stifter des Stephansdoms, Herzog Rudolf IV. Später wurden weitere Mitglieder des Hauses Habsburg hier beigesetzt.

Bischofsgruft mit beleuchtetem Gewölbegang, seitlichen Grabnischen und einem Altar mit Relief am Ende

Bischofsgruft

Die Bischofsgruft gehört zum weitläufigen System der Katakomben unter dem Stephansdom. Seit dem 17. Jahrhundert und bis heute ist sie die vorgesehene Begräbnisstätte für die Bischöfe von Wien.

Domherrengruft mit beschrifteten Grabplatten, Kerzen und Porträts in gewölbten Wandnischen

Domherrengruft

In den Katakomben unter dem Stephansdom bildet die Domherrengruft einen eigenen Bereich. Hier wurden über Jahrhunderte die Mitglieder des Wiener Domkapitels bestattet.

Menschliche Schädel und Knochen in den Katakomben unter dem Stephansdom

Gemeinschaftsgräber

Rund 12.000 Menschen fanden vorwiegend im 18. Jahrhundert in den Katakomben des Stephansdoms ihre letzte Ruhestätte. Oft wurden die Verstorbenen in den Grabkammern dicht übereinander beigesetzt.

Häufig gestellte Fragen zu den Grabmälern im Dom

Muss ich ein Ticket kaufen, um die Grabmäler zu besichtigen?

Um die Grabmäler im Kirchenraum beziehungsweise in den Katakomben aus der Nähe besichtigen zu können, benötigen Sie ein Ticket. Der Zugang zu allen Grabmälern ist mit dem All-Inclusive-Ticket möglich. Die Grabmäler im Kirchenraum können auch mit dem Kirchenraum-Einzelticket besichtigt werden.

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Kann ich die Grabmäler im Stephansdom bei einer Führung besichtigen?

Ja, die Grabmäler im Kirchenraum und in den Katakomben können im Rahmen einer Domführung oder einer Katakombenführung besichtigt werden. Die Führungen werden regelmäßig in deutscher und englischer Sprache angeboten.

Zu den Führungen

Was ist ein Kenotaph?

Ein Kenotaph ist ein Grabdenkmal für einen Verstorbenen, in dem der Leichnam jedoch nicht bestattet ist. Der Begriff stammt aus dem Griechischen und bedeutet wörtlich „leeres Grab“.

Wie viele Gräber gibt es im Stephansdom?

Im Innenraum und an der Außenfassade des Stephansdoms sind rund 140 Grabmäler erhalten. Dazu kommen die Gebeine von rund 12.000 bestatteten Menschen in den Katakomben. Wo heute der Stephansplatz liegt, befand sich jahrhundertelang der Friedhof von St. Stephan. Nach seiner Schließung 1732 wurden die Verstorbenen bis 1783 in unterirdischen Grüften – den Katakomben – bestattet.

All-Inclusive-Ticket

Ein Ticket. Alle Highlights: Südturm, Nordturm, Katakomben-Führung und Domrundgang mit Audioguide. Sichern Sie sich mit dem All-Inclusive-Ticket Eintritt zu allen Erlebnissen im Stephansdom.

Führungen

Geführte Entdeckungsreisen durch den Dom, die Katakomben oder den Dachboden. Unsere Domführer erzählen Ihnen spannende Hintergründe zum Stephansdom.

Kirchenraum-Ticket

Das Einzelticket für den Innenraum des Stephansdoms können Sie direkt am Ticketschalter im Dom kaufen.

Mehr Highlights im Stephansdom entdecken

Erkunden Sie die berühmtesten Sehenswürdigkeiten und Kunstwerke des Stephansdoms.

Katakomben unter dem Stephansdom mit aufgeschichteten Schädeln, Gebeinen und einer Gedenktafel

Katakomben

Die Grabkammern unter dem Stephansdom beherbergen historische Gräber in einem unterirdischen Labyrinth. Besichtigung nur mit Führung möglich.

Erlebnis
5 von 5 Punkten
Fotos
2 von 5 Punkten
Geschichte
5 von 5 Punkten
Spiritualität
1 von 5 Punkten
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Nein
Gotische Kanzel im Stephansdom mit kunstvollem Maßwerk, Reliefbüsten und gewundener Steintreppe

Kanzel

Gotisches Steinwerk mit kunstvollen Verzierungen und Heiligenstatuen. Berühmt für den Fenstergucker – Selbstporträt des unbekannten Baumeisters.

Erlebnis
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Fotos
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Geschichte
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Spiritualität
3 von 5 Punkten
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Ja
Gotischer Flügelaltar mit reich verzierten vergoldeten Schnitzfiguren im Stephansdom

Wiener Neustädter Altar

Gotischer Flügelaltar aus dem Jahr 1447. Im Zentrum stehen Maria und Szenen aus ihrem Leben, kunstvoll dargestellt in Schnitzwerk und Malerei.

Erlebnis
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Fotos
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Geschichte
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Spiritualität
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Ja
Südturm und gemustertes Ziegeldach des Stephansdoms über den Dächern von Wien

Südturm

Ein Meisterwerk gotischer Architektur mit 137 Metern Höhe. Grandioser Ausblick über Wien von der Türmerstube. Aufstieg nur über Stufen möglich.

Erlebnis
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Geschichte
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