Steinerne Skulptur des Fensterguckers, der aus einem Fenster blickt, neben filigranen gotischen Steinmetzarbeiten

Sagen & Legenden im Stephansdom

Von Heiligen, Teufeln und besonderen Tieren

Rund um den Stephansdom ranken sich zahlreiche Sagen und Legenden. Sie erzählen von kleinen Teuferln, mutigen Rittern, wundersamen Marienbildern, geheimnisvollen Tieren und dem Kampf zwischen Gut und Böse. Manche Geschichten beruhen auf historischen Ereignissen, andere wurden über Generationen weitergegeben. Gemeinsam machen sie den Stephansdom zu einem Ort voller Geheimnisse, Wunder und lebendiger Wiener Erzähltradition.

Legenden rund um die Architektur des Stephansdoms

Doppelseite aus dem Wiener Heiltumsbuch von 1502 mit Holzschnitt des Wiener Stephansdoms links und gedrucktem Text der Vorrede rechts

Unvollendeter Nordturm

Warum blieb der Nordturm unvollendet? Einer Sage nach führte ein teuflischer Pakt zum Scheitern des Bauvorhabens. Die Legende lebt bis heute fort.

Steinrelief eines Mannes mit Kappe, der aus einer Fensteröffnung blickt und einen Zirkel in den Händen hält

Fenstergucker

Ob unbekannter Baumeister oder der freche Ministrant Hansl – die wahre Identität des Fensterguckers bleibt bis heute ein Geheimnis.

Riesentor Stephansdom Seitenansicht

Riesentor

Der Name „Riesentor“ geht einer Legende zufolge auf einen hier gefundenen Mammutknochen zurück, den man für die Überreste eines Riesen hielt.

Steinerne Hundefigur auf der Brüstung einer gotischen Kanzel vor einem unscharfen Kirchenfenster

Hündchen ohne Furcht

Am oberen Ende der Kanzeltreppe wacht das „Hündchen ohne Furcht“, das die Kanzel symbolisch vor dem Bösen schützen soll.

05-Zeichen Geheimsymbol Tafel an der Aussenfassade des Stephansdoms

05-Zeichen

Das O5-Zeichen neben dem Riesentor ist ein Symbol des österreichischen Widerstands gegen den Nationalsozialismus. O5 steht für „OE“ wie Österreich.

Asylring an der Aussenfassade des Stephansdoms

Asylring "Leo"

Der Asylring „Leo“ erinnert an das mittelalterliche Asylrecht. Wer den Ring berührte, stand unter dem Schutz der Kirche.

Wundersame Heilige im Stephansdom

Skulptur des leidenden Christus mit Dornenkrone, bekannt als Zahnwehherrgott, neben einem Wandrelief

Zahnwehherrgott

Hat es Folgen, wenn man es angesichts einer Christusfigur an Respekt mangeln lässt? Der Sage nach können das schmerzvolle sein.

Skulptur der Dienstbotenmuttergottes mit dem Jesuskind an einem gotischen Kirchenpfeiler

Dienstbotenmuttergottes

Wie kam es, dass dieses gotische Meisterwerk zur Schutzfigur einfacher Hausangestellter wurde? Die Legende dazu ist herzergreifend.

Maria Pócs Ikone im Stephansdom

Maria Pócs

Als das Marienbild 1696 Tränen vergoss, galt dies als Wunder. Die Legende machte Maria Pócs weit über Wien hinaus bekannt.

Sagen von Tod und Teufel im Stephansdom

Wiener Stephansdom mit Südturm und buntem Ziegeldach über den Dächern der Stadt

Kegler vom Stephansturm

Aus Übermut wird Verhängnis: Die Sage erzählt vom Meisterkegler Kunrat, der auf dem Stephansturm betrunken gegen den Tod kegelte.

Schmiedeeisernes Gitter vor einer Mauernische in einer Steinwand

Die drei kleinen Teuferl

Luziferl, Spirifankerl und Spiriginkerl waren drei kleine Teufelchen, die der Sage nach mit ihren Streichen den Bau des Stephansdoms stören wollten.

Gemustertes Dach des Wiener Stephansdoms mit Dachhahn vor dem Panorama der Stadt

Der Teufel & der Hahn

Ein Teufelspakt brachte Ritter Kaspar von Schlezer in Gefahr. Der Ruf eines Hahns rettete ihn. Als Wetterhahn wacht er bis heute auf dem Stephansdom.

Zahlensymbolik und ihre Bedeutung im Stephansdom

Im Stephansdom haben Zahlen eine besondere Bedeutung und erzählen von Glauben, Ordnung und göttlicher Vollkommenheit. Die Zahlen 3, 4 und 7 begegnen einem im gesamten Bau, in Fenstern, Türmen und sogar in den Maßen des Doms. Die Dreifaltigkeit, die vier Evangelisten und die heilige Zahl 7 prägen die Architektur und verleihen ihr eine tiefere Bedeutung.

 

111 Fuß

Breite des Doms

333 Fuß

Länge des Kirchenschiffs

444 Fuß

Höhe des Südturms

343 Stufen

Zur Türmerstube des Südturms

12 Fialen

Um die Spitze des Südturms

Buchtipp

Das Sagenbuch zum Stephansdom

Vom Zahnwehherrgott über die drei kleinen Teuferl bis zu den Keglern vom Stephansturm: Barbara Schinko erzählt die bekanntesten Sagen rund um den Stephansdom spannend und lebendig neu. Das Buch ist auch als Hör-CD mit Musik von Domorganist Konstantin Reymaier erhältlich.

Zum Buch
Buchcover Das Sagenbuch zum Stephansdom Tyrolia Verlag