Die Pummerin im stählernen Glockenstuhl des Nordturms

Die Pummerin im Stephansdom

Österreichs größte Glocke

Hoch über Wien im Nordturm des Stephansdoms befindet sich die Pummerin, die größte Glocke Österreichs. Als Nachfolgerin der historischen Pummerin, die im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde, steht sie heute für Geschichte, Tradition und Handwerkskunst. Bei einer Besichtigung des Nordturms können Besucherinnen und Besucher dieses besondere Wahrzeichen hautnah erleben.

Blick von unten in die Pummerin-Glocke mit Klöppel im Glockenstuhl des Nordturms

Pummerin besichtigen im Nordturm

Der Aufzug zur Pummerin befindet sich im Inneren des Stephansdoms auf der linken Seite des Kirchenraums (Nordseite). Nach Betreten des Doms halten Sie sich links und gehen entlang des Seitenschiffs in Richtung Hauptaltar. Der Aufzug befindet sich kurz nach dem Ticketschalter auf der linken Domseite und bringt Sie bequem zur Aussichtsplattform des Nordturms, wo Sie die berühmte Pummerin aus nächster Nähe besichtigen können.

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Führungen

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Pummerin-Ticket

Das Einzelticket für die Besichtigung des Nordturms inklusive der Pummerin können Sie direkt beim Ticketschalter im Stephansdom kaufen.

Der Klang der Pummerin

Der Klang der Pummerin ist unverwechselbar und zählt zu den bekanntesten Glockenklängen Österreichs. Ihr tiefer Grundton wirkt kraftvoll, feierlich und weittragend. Durch ihre enorme Größe und ihr Gewicht von rund 20 Tonnen erzeugt die Glocke einen besonders vollen und majestätischen Klang, der von einem reichen Spektrum harmonischer Obertöne begleitet wird. Diese verleihen ihrem Läuten besondere Klangtiefe und Ausdruckskraft, sodass der Ton weit über die Wiener Innenstadt hinaus hörbar ist.

Audioaufnahme der Pummerin

Die Läuteordnung der Pummerin

Die Pummerin erklingt zu festgelegten Anlässen im Kirchenjahr sowie zu besonderen kirchlichen und staatlichen Ereignissen, unter anderem etwa beim Tod oder der Wahl eines Papstes, der Amtseinführung eines Wiener Erzbischofs oder bei Trauerfeiern für bedeutende Persönlichkeiten.

Weihnachten

  • 24. Dezember ≈ 17:30
    Heiliger Abend, am Ende der ersten Weihnachtsvesper
  • 24. Dezember 23:55
    Heiliger Abend, vor Beginn der Christmette
  • 26. Dezember ≈ zwischen 11:50 & 12:10
    Stephanitag, am Ende des Hochamts

Silvester

  • 31. Dezember ≈ 17:30
    Silvester, am Ende der Jahresschlussandacht
  • 1. Jänner 00:00
    Neujahr, zum Einläuten des neuen Kalenderjahres

Ostern

  • Aschermittwoch ≈ zwischen 19:00 & 19:30
    Am Ende der Liturgie
  • Karsamstag ≈ zwischen 23:00 & 23:45
    Am Ende der Osternachtsfeier
  • Ostersonntag ≈ zwischen 11:50 & 12:10
    Am Ende des Hochamts

Frühjahr & Sommer

  • 23. April ≈ zwischen 19:20 & 19:30
    Domweihfest, am Ende des Hochamts
  • Pfingstsonntag ≈ zwischen 11:45 & 12:00
    Am Ende des Hochamts
  • Fronleichnam ≈ 09:30
    Zum Beginn der Prozession
  • Fronleichnam ≈ 11:30
    Zum Abschluss der Prozession

Herbst

  • 26. Oktober ≈ 19:00
    Nationalfeiertag, nach dem Hochamt
  • 2. November ≈ 17:45
    Allerseelen, vor dem Requiem

Sondertermine

Info folgt

Besondere Anlässe der letzten Jahre

  • 22. November 1963 - Ermordung John F. Kennedys
  • 1. April 1989 - Beerdigung von Kaiserin Zita
  • 10. Juli 2004 - Trauergottesdienst für Bundespräsident Thomas Klestil
  • 19. April 2005 - Wahl von Kardinal Joseph Ratzinger zu Papst Benedikt XVI.
  • 9. September 2007 - Einzug von Papst Benedikt XVI. in den Stephansdom
  • 8. November 2008 - Requiem für den verstorbenen Altbürgermeister von Wien, Helmut Zilk
  • 12. April 2015 - Zum 70. Jahrestag des Dombrandes
  • 3. November 2020 - Zur „Minute des stillen Gedenkens“ an die Opfer des Terroranschlags in Wien am 2. November
  • 17. Oktober 2025 - Ernennung von Josef Grünwidl zum Erzbischof von Wien
  • 24. Jänner 2026 - Bischofsweihe von Josef Grünwidl und Amtseinführung als Erzbischof von Wien
Vollständige Liste ansehen

c° + 4

Tonhöhe

20.130

kg Gewicht

313,6

cm im Durchmesser

1951

Gegossen

Die Pummerin im Detail

Mit einem Gewicht von rund 20 Tonnen zählt die Pummerin zu den größten Glocken Europas. Die 1951 in St. Florian neu gegossene Glocke misst rund drei Meter im Durchmesser und in der Höhe, ihre Wandstärke beträgt an der stärksten Stelle beeindruckende 23 Zentimeter. Für einen schonenderen Anschlag wurde der ursprüngliche Klöppel 2011 durch eine leichtere Version mit 637 Kilogramm ersetzt. So bleibt der markante, tiefe Klang der Pummerin auch für kommende Generationen erhalten.

Die Pummerin im stählernen Glockenstuhl des Nordturms

Die Geschichte der Pummerin

Gegossen aus Kanonenkugeln

Die ursprüngliche Pummerin wurde 1711 im Auftrag Kaiser Josephs I. aus erbeuteten Kanonen der Türkenbelagerung gegossen. Eigentlich trug sie ursprünglich den Namen „Marienglocke“, doch ihr tiefer, beeindruckender Klang machte sie im Volksmund als „Pummerin“ berühmt.

Zerstörung beim Brand 1945

Beim verheerenden Brand des Stephansdoms im April 1945 stürzte die alte Pummerin aus dem Südturm und zerbarst. Damit ging eines der bedeutendsten Wahrzeichen Wiens verloren. Ihr letztes Geläut hatte bereits 1937 stattgefunden

Neue Pummerin seit 1951

1951 wurde die neue Pummerin aus den Trümmern ihrer Vorgängerin in St. Florian neu gegossen. Nach ihrer feierlichen Weihe durch Kardinal Theodor Innitzer im Jahr 1952, der sie als Zeichen des Friedens und des Wiederaufbaus Österreichs nach dem Zweiten Weltkrieg würdigte, wurde sie 1957 in den Nordturm des Stephansdoms gehoben. Seitdem erklingt sie aus der Haube des Nordturms und begeistert mit ihrem tiefen, kraftvollen Klang. Mit rund 20 Tonnen Gewicht zählt sie bis heute zu den größten Glocken Europas.

Das Läuten der Pummerin - Damals & Heute

Die heutige Pummerin klingt voller, klarer und harmonischer als ihre Vorgängerin aus dem Jahr 1711. Während die alte Pummerin als historisches Meisterwerk galt, wurde ihr Klang von Experten als weniger gelungen beschrieben. 

Beim Guss der neuen Pummerin wurde daher besonderes Augenmerk auf die Akustik gelegt: Durch eine verbesserte Rippenkonstruktion und eine optimierte Geometrie konnte der Klang deutlich verfeinert werden. Das Ergebnis ist jener kraftvolle, tiefe und harmonische Ton, der bis heute als die „Stimme Österreichs“ gilt.

Häufig gestellte Fragen zur Pummerin

Kann ich die Pummerin besichtigen?

Ja, die Pummerin kann im Nordturm des Stephansdoms besichtigt werden. Mit dem Aufzug gelangen Besucherinnen und Besucher bequem zur Aussichtsplattform in 68,3 Metern Höhe, die nicht nur einen beeindruckenden Blick über Wien ermöglicht, sondern auch, Österreichs größte Glocke aus nächster Nähe zu erleben.

Öffnungszeiten Nordturm
Jänner–März | 9:00–17:30 (Letzte Auffahrt: 17:15)
April–Dezember | 9:00–20:30 (Letzte Auffahrt: 20:15)

Wann läutet die Pummerin?

Die Pummerin wird zu festgelegten Anlässen im Kirchenjahr sowie zu besonderen kirchlichen und staatlichen Ereignissen geläutet, unter anderem etwa beim Tod oder der Wahl eines Papstes, der Inthronisation eines Wiener Erzbischofs oder bei Trauerfeiern für bedeutende Persönlichkeiten.

Zur Läuteordnung der Pummerin

Warum wurde die alte Pummerin zerstört?

Die alte Pummerin wurde beim Brand des Stephansdoms im April 1945 zerstört. Durch das Feuer brach der hölzerne Glockenstuhl im Südturm zusammen, worauf die mehr als 22 Tonnen schwere Glocke in die Tiefe stürzte und zerschellte. Aus ihren Trümmern wurde später die heutige Pummerin gegossen, die seit 1957 im Nordturm des Stephansdoms hängt.

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Südturm und gemustertes Ziegeldach des Stephansdoms über den Dächern von Wien

Südturm

Ein Meisterwerk gotischer Architektur mit 137 Metern Höhe. Grandioser Ausblick über Wien von der Türmerstube. Aufstieg nur über Stufen möglich.

Erlebnis
5 von 5 Punkten
Fotos
5 von 5 Punkten
Geschichte
3 von 5 Punkten
Spiritualität
1 von 5 Punkten
Barrierefrei
Nein
Katakomben unter dem Stephansdom mit aufgeschichteten Schädeln, Gebeinen und einer Gedenktafel

Katakomben

Die Grabkammern unter dem Stephansdom beherbergen historische Gräber in einem unterirdischen Labyrinth. Besichtigung nur mit Führung möglich.

Erlebnis
5 von 5 Punkten
Fotos
2 von 5 Punkten
Geschichte
5 von 5 Punkten
Spiritualität
1 von 5 Punkten
Barrierefrei
Nein
Gotische Kanzel im Stephansdom mit kunstvollem Maßwerk, Reliefbüsten und gewundener Steintreppe

Kanzel

Gotisches Steinwerk mit kunstvollen Verzierungen und Heiligenstatuen. Berühmt für den Fenstergucker – Selbstporträt des unbekannten Baumeisters.

Erlebnis
5 von 5 Punkten
Fotos
4 von 5 Punkten
Geschichte
5 von 5 Punkten
Spiritualität
3 von 5 Punkten
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Ja
Spätgotischer Orgelfuß aus Stein an der Kirchenwand mit kunstvollem Rippengewölbe, Skulpturen und barockem Altar

Orgelfuß

Wo einst eine Schwalbennestorgel erklang, beeindruckt heute ihr kunstvoll gestalteter Orgelfuß – ein Meisterwerk Anton Pilgrams.

Erlebnis
4 von 5 Punkten
Fotos
4 von 5 Punkten
Geschichte
5 von 5 Punkten
Spiritualität
3 von 5 Punkten
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Ja