Statuen & Figuren im Stephansdom
Ein Dom vieler Gesichter
Figuren der Heilsgeschichte, historische Persönlichkeiten und allegorische Gestalten: 134 Figuren und Statuen bevölkern den Innenraum des Stephansdoms, weitere 56 seine Außenfassade. Inmitten der steinernen Welt des Doms erzählt dieser Figurenreichtum über Leben und Glauben vergangener Zeiten.

Schutzmantelmadonna - Fürsprecherin und Beschützerin
Maria breitet ihren Mantel schützend über die Menschen aus. Papst und Bischof, Kaiser und Ordensleute, Frauen und Männer suchen darunter Zuflucht. Ganz so, wie das weite Dach des Doms für den Schutz der Gemeinschaft der Gläubigen steht.
Beliebtes Motiv
Die Schutzmantelmadonna gehört zu den zahlreichen gotischen Pfeilerfiguren des Doms. Als Motiv ist sie seit dem 13. Jahrhundert verbreitet. Im Chor und Langhaus finden sich im Stephansdom zwei weitere Schutzmantelmadonnen.
Tradition des „Mantelschutzes“
Die Wurzeln des Motivs liegen im mittelalterlichen Rechtsbrauch des „Mantelschutzes“: Wer unter den Mantel einer hochgestellten Person genommen wurde, stand unter deren Schutz.

Klemens Maria Hofbauer - der „Apostel von Wien“
Überlebensgroß steht die Figur im südlichen Bereich des Doms, am Eingang zum Mittelchor: Ein Priester im schlichten Ordensgewand der Redemptoristen, der auf die Heilige Schrift in seinen Händen verweist. Es handelt sich um die Statue von Klemens Maria Hofbauer (1751–1820), die 1914 vom österreichischen Bildhauer Ludwig Schadler geschaffen wurde.
Wer war Klemens Maria Hofbauer?
Schon zu Lebzeiten wurde Klemens Maria Hofbauer der „Apostel von Wien“ genannt. Seine Predigten waren volksnah, sein Einsatz in der Seelsorge galt als vorbildlich. Am Beginn des 19. Jahrhunderts hat er wesentlich zur religiösen Erneuerung der katholischen Kirche Wiens beigetragen. 1909 wurde er heiliggesprochen, 1914 zum Stadtpatron von Wien erhoben.
Vom Nordturm in den Dom
Ursprünglich wurde die Statue 1914 am Nordturm aufgestellt. Nach ihrer Restaurierung kam sie 2001 an ihren heutigen Platz im Inneren des Doms.
Sagenumwobene Figuren
Ob der Fenstergucker am Fuß der Kanzel im Mittelschiff, die Dienstbotenmuttergottes in der Südturmhalle oder der Zahnwehherrgott an der Außenfassade: An manche Figuren im Stephansdom knüpfen sich Sagen, die seit Jahrhunderten überliefert sind.
Häufig gestellte Fragen zu den Statuten & Figuren
Muss ich ein Ticket kaufen, um die Statuen & Figuren im Kirchenraum zu besichtigen?
Um die Statuen und Figuren im Kirchenraum aus der Nähe besichtigen zu können, benötigen Sie ein Ticket. Der Zugang ist entweder mit dem All-Inclusive-Ticket oder dem Kirchenraum-Einzelticket möglich.
Kann ich die Statuen und Figuren im Stephansdom bei einer Führung besichtigen?
Ja, die wichtigsten Statuen und Figuren im Kirchenraum, wie zum Beispiel der Fenstergucker oder die Dienstbotenmadonna, können im Rahmen einer Domführung besichtigt werden. Die Führungen werden regelmäßig in deutscher und englischer Sprache angeboten.
Wie viele Statuen und Figuren gibt es im Stephansdom?
134 Figuren und Statuen bevölkern den Innenraum des Stephansdoms, weitere 56 seine Außenfassade. Ein Dom vieler Gesichter zeigt Figuren der Heilsgeschichte, historische Persönlichkeiten und allegorische Gestalten.
Woran erkennt man, welcher Heilige dargestellt ist?
Häufig an ihren Attributen, die auf ihr Leben oder Martyrium verweisen: Johannes der Täufer mit dem Lamm, die Evangelisten mit Buch, der Hl. Stephanus mit Steinen oder der Hl. Sebastian mit Pfeilen.











