Das Curhaus am Stephansplatz

Das Curhaus St. Stephan

Mittelpunkt des Gemeindelebens

Das Curhaus St. Stephan befindet sich unmittelbar neben dem Stephansdom und ist bis heute ein lebendiger Ort kirchlichen Lebens. Es beherbergt die Räume der Dompfarre St. Stephan, Wohnungen für Geistliche sowie zahlreiche kirchliche Einrichtungen und Verwaltungsstellen, darunter das Kirchenmeisteramt, das Domarchiv, das Büro der Dommusik, das Dombausekretariat und die Verwaltung der Spendenvereine.

Darüber hinaus befinden sich im Curhaus die traditionsreiche Curhausbibliothek und die Curhauskapelle. Das historische Gebäude bildet damit bis heute ein wichtiges Zentrum für die pastoralen, kulturellen und administrativen Aufgaben von Dom und Dompfarre St. Stephan.

Veranstaltungen im Curhaus

Unsere nächsten Veranstaltungen im Curhaus St. Stephan.

November 2026

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Sonntag, 1. November 2026

Wo befindet sich das Curhaus?

Das Curhaus der Dompfarre St. Stephan befindet sich unmittelbar neben dem Stephansdom an der Adresse Stephansplatz 3 und ist dank der direkt angrenzenden U-Bahn-Station Stephansplatz mit den Linien U1 und U3 hervorragend erreichbar.

Die Curhausbibliothek

Die Donin’sche Curhausbibliothek im zweiten Stock des Curhauses zählt mit ihren rund 30.000 Bänden, darunter Werke, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen, zu den bedeutendsten historischen Bibliotheken der Erzdiözese Wien. Die Bücher befinden sich noch heute in den etwa 150 Jahre alten Bibliothekskästen mit vollständig erhaltener Registratur. Benannt ist die Bibliothek nach dem Wiener Domkurat und Schriftsteller Ludwig Donin (1810–1876), der seine umfangreiche Privatbibliothek testamentarisch der fürsterzbischöflichen Cur von St. Stephan vermachte und durch seine Stiftung deren Erhalt sicherte.

Historische Bücherschränke in der Curhausbibliothek
Historische Bücherschränke in der Curhausbibliothek
Historische Bücherschränke in der Curhausbibliothek

Curkapitel

Das Curkapitel der Dompfarre St. Stephan prägt seit Jahrhunderten das kirchliche Leben am Wiener Stephansdom. Es verbindet seelsorgliche Verantwortung, liturgische Tradition und lebendige Gemeinschaft.

Pfarrleben

Die Dompfarre St. Stephan ist ein Ort lebendiger Gemeinschaft im Herzen Wiens. Pfarrcafé, Seniorenclub, Domministranten sowie Feste und Veranstaltungen bieten Raum für Begegnung, Austausch und gelebten Glauben.

Pfarrcaritas

Die Pfarrcaritas der Dompfarre St. Stephan unterstützt Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Sprechstunden für Bedürftige, die „Weihnacht der Einsamen“ und karitative Flohmärkte sind Ausdruck gelebter Nächstenliebe.

Einrichtungen im Curhaus

Das Curhaus vereint zahlreiche Einrichtungen unter einem Dach.

Archivunterlagen, Bücher und Dokumente aus dem Domarchiv St. Stephan

Domarchiv

Als Gedächtnis des Stephansdoms sichert das Domarchiv St. Stephan wertvolle Quellen aus über 800 Jahren Glaubens-, Pfarr- und Stadtgeschichte.

Bearbeitetes gotisches Werkstück aus Sandstein auf einer Werkbank in der Dombauhütte

Dombauhütte

Die Dombauhütte St. Stephan bewahrt und erforscht den Stephansdom seit Jahrhunderten. Mit Handwerk, Wissen und Engagement sichert sie sein Fortbestehen.

Messingschild der Metropolitan- und Dompfarre St. Stephan an einer Hauswand neben einem hölzernen Portal

Dom- und Pfarrkanzlei

Die Dom- und Pfarrkanzlei ist zentrale Anlaufstelle für Anliegen rund um die Dompfarre St. Stephan.

Ein Domführer gestikuliert vor einer Besuchergruppe im Stephansdom

Kirchenmeisteramt

Das Kirchenmeisteramt St. Stephan organisiert den täglichen Betrieb des Stephansdoms und sorgt für einen reibungslosen Ablauf von Gottesdiensten, Konzerten und Besucherbetrieb.

Nahaufnahme einer Violine und eines Bogens beim Spiel in einem Orchester

Wiener Dommusik

Bei Gottesdiensten und Konzerten erfüllt die Wiener Dommusik den Stephansdom seit Jahrhunderten mit Klang.

Die Geschichte des Curhauses

Die Entstehung des Curhauses (1738–1740)

Das Curhaus am Stephansplatz 3 und 3a wurde zwischen 1738 und 1740 als repräsentativer hochbarocker Monumentalbau errichtet. Die Planung erfolgte durch Daniel Christoph Dietrich und Johann Gottfried Pock, die Vollendung wird Matthias Gerl zugeschrieben. Das Gebäude mit seinen zwei Innenhöfen und der Hauskapelle diente als Sitz der fürsterzbischöflichen Cur und prägt bis heute das historische Umfeld des Stephansdoms.

Erweiterung und religiöses Zentrum

Im Jahr 1806 wurde das Curhaus nach Plänen von Louis Montoyer um ein zusätzliches Obergeschoß erweitert. Herzstück des Hauses ist die Kapelle „Mariä Vermählung“, die 1742 von Kardinal Sigismund Graf Kollonitz geweiht wurde. Zahlreiche architektonische Details, darunter die Kardinalswappen und die vergoldeten Initialen „C.K.“, erinnern bis heute an seinen Bauherrn.

Historisches Erbe bis heute

Das Curhaus bewahrt viele Zeugnisse seiner langen Geschichte. Die beiden Innenhöfe blieben weitgehend erhalten, während im östlichen Hof bei Bauarbeiten eine gotische Bruchsteinmauer freigelegt wurde. Als historischer Sitz kirchlichen Wirkens und bedeutendes Baudenkmal verbindet das Curhaus bis heute barocke Architektur, geistliches Leben und die Geschichte der Erzdiözese Wien.

Kontakt

Curhaus St. Stephan

Stephansplatz 3

1010 Wien

MO–SO | 07:00–21:00