Die Heidentürme des Stephansdoms
Wiens berühmte Zwillingstürme
Die Heidentürme des Stephansdoms prägen die historische Westfassade und zählen zu den ältesten Bauteilen des Doms. Eine Besichtigung der Türme ist jedoch nicht möglich. Sie dienen vor allem als Glockentürme und beherbergen die Glocken des Stephansdoms.

Wo im Dom befinden sich die Heidentürme?
Die Heidentürme befinden sich an der Westfassade des Stephansdoms und flankieren das Riesentor. Sie bilden den markanten romanischen Eingangsbereich des Doms und zählen zu seinen ältesten erhaltenen Bauteilen. Die historischen Zwillingstürme sind ausschließlich von außen zu bestaunen.

Geschichte und Architektur der Heidentürme
Entstehung
Die Heidentürme zählen zu den ältesten erhaltenen Bauteilen des Stephansdoms. Errichtet wurden sie im 12. Jahrhundert als Teil der romanischen Pfarrkirche St. Stephan. Ihren Namen verdanken sie vermutlich den römischen, also „heidnischen“, Steinen, die beim Bau verwendet wurden. Damals standen in Wien noch zahlreiche Überreste der römischen Stadtmauer sowie antike Grabmäler zur Verfügung, deren Baumaterial in die Errichtung der Türme einfloss.
Architektur und Baustil
Die Heidentürme gehören zu den bedeutendsten Beispielen romanischer Baukunst in Wien. Mit ihren massiven Mauern, kleinen rundbogigen Fensteröffnungen und ihrer klaren Formensprache spiegeln sie den Baustil des 12. Jahrhunderts wider. Nach dem großen Brand von 1258 wurden die Türme erweitert und um weitere Geschosse erhöht. Dadurch erhielten sie ihre heutige, markantere Silhouette.
Im Laufe der Jahrhunderte wurden die ursprünglich romanischen Türme in den gotischen Ausbau des Doms integriert. Damit vereinen die Heidentürme Baustile verschiedener Epochen und dokumentieren die Entwicklung des Stephansdoms vom romanischen Kirchenbau zur gotischen Kathedrale. Kunstvoll gearbeitete Steinmetzdetails und die charakteristischen Turmhelme zeugen bis heute von der hohen Handwerkskunst des Mittelalters.
Häufig gestellte Fragen zu den Heidentürmen
Kann man die Heidentürme besichtigen?
Eine Besichtigung der Heidentürme ist nicht möglich, da sie für Besucherinnen und Besucher nicht zugänglich sind.
Was befindet sich in den Heidentürmen?
Der nördliche Heidenturm beherbergt sieben historische Glocken in einem mittelalterlichen Holzglockenstuhl, der den Dombrand von 1945 unbeschadet überstanden hat. Der südliche Heidenturm ist leer und wird derzeit nicht genutzt.
Zu welchem Baustil gehören die Heidentürme und wo befinden sie sich?
Die Heidentürme befinden sich an der Westfassade des Stephansdoms und flankieren das Riesentor. Sie bilden den markanten romanischen Eingangsbereich des Doms und zählen zu seinen ältesten erhaltenen Bauteilen.





