Blick von oben auf das bunt gemusterte Ziegeldach des Stephansdoms mit dem kaiserlichen Doppeladler und der Jahreszahl 1831

Domrundgang - Der Stephansdom im Detail

Der Stephansdom ist das bekannteste Wahrzeichen Wiens und zählt zu den bedeutendsten gotischen Bauwerken Österreichs. Mit seiner über 800-jährigen Geschichte prägt er das Stadtbild im Herzen der Wiener Innenstadt und begeistert Besucherinnen und Besucher aus aller Welt.

Besonders beeindruckend sind das farbenprächtige Dach, der 136 Meter hohe Südturm sowie die kunstvoll gestalteten Portale und Fenster. Die Architektur vereint romanische und gotische Elemente und erzählt von den verschiedenen Bauphasen des Doms.

Im Inneren erwarten Besucherinnen und Besucher prachtvolle Altäre, historische Kunstschätze und eine einzigartige Atmosphäre. Wer die Türme oder die Katakomben erkundet, erlebt den Stephansdom aus einer ganz besonderen Perspektive und erhält spannende Einblicke in die Geschichte Wiens.

1137

Baubeginn des Stephansdoms

136,44 m

Höhe des Südturms

22

Glocken

ca. 250.000

Dachziegel

ca. 6 Mio

Besucher im Jahr

Südturm und bunt gemustertes Dach des Stephansdoms über den Dächern Wiens

Das Äußere des Stephansdoms

Ein Bauwerk aus mehreren Epochen

Der Stephansdom wurde über mehrere Jahrhunderte hinweg errichtet und erweitert. Dadurch vereint seine Außenfassade unterschiedliche Baustile und Bauphasen. Während die ältesten Bereiche noch romanische Elemente aus dem 12. Jahrhundert zeigen, prägen heute vor allem die filigranen Formen der Gotik das Erscheinungsbild des Doms.

Romanische Spuren und gotische Pracht

Zu den ältesten erhaltenen Bauteilen zählen die Heidentürme und das Riesentor an der Westfassade. Ihre massiven Mauern und rundbogigen Formen sind typische Merkmale der Romanik. Im Gegensatz dazu stehen die später entstandenen gotischen Bereiche mit ihren hohen Fenstern, fein gearbeiteten Verzierungen und den markanten Strebepfeilern, die dem Dom seine beeindruckende Höhe und Leichtigkeit verleihen.

Vom Dach bis zu den Türmen

Besonders ins Auge fallen das farbenprächtige Dach mit seinen rund 230.000 glasierten Ziegeln, sowie der 136 Meter hohe Südturm. Sein Gegenstück, der Nordturm, blieb hingegen unvollendet und erreicht nur die halbe Höhe. An der Außenfassade lassen sich zahlreiche Steinmetzarbeiten, Figuren und kunstvolle Details entdecken, die von der Baukunst des Mittelalters erzählen. 

 

Außen-Rundgang um den Stephansdom

Entdecken Sie architektonische Besonderheiten und verborgene Details bei einem Rundgang um den Stephansdom.

Heidentürme und gemustertes Ziegeldach an der Westfassade des Wiener Stephansdoms
Riesentor Stephansdom Seitenansicht
05-Zeichen Geheimsymbol Tafel an der Aussenfassade des Stephansdoms
Singertor Tympanon das die Bekehrung des heiligen Paulus darstellt.
Statue des Zahnwehherrgotts mit Dornenkrone, flankiert von Steinreliefs und einem Wandgemälde hinter einem Schutznetz
Barocke Skulptur der Capistrankanzel mit Johannes Capistranus, Engeln und goldenem Strahlenkranz vor einem gotischen Kirchenfenster
Asylring an der Aussenfassade des Stephansdoms
Statue von Kaiserin Sisi in einer gotischen Nische an einer verzierten Steinfassade mit Säulen und Maßwerk

Heidentürme

Die Heidentürme zählen zu den ältesten Bauteilen des Stephansdoms und prägen seine historische Westfassade. Sie beherbergen sieben historische Glocken.

Riesenstor

Das Riesentor ist das prachtvolle romanische Hauptportal des Stephansdoms. Seine kunstvollen Steinreliefs und einzigartigen Darstellungen erzählen von Glauben, Geschichte und mittelalterlicher Baukunst.

O5-Zeichen

Rechts vom Riesentor befindet sich das O5-Zeichen, das als Geheimsymbol des österreichischen Widerstands gegen den Nationalsozialismus ab 1944 bekannt ist. Das „O“ und die „5“ ergeben zusammen die Buchstabenfolge „OE“ für Österreich.

Singertor und das Tympanon des Hl. Paulus

Das Singertor ist der südwestliche Eingang des Stephansdoms. Besonders beeindruckend ist das reich verzierte Portal mit seinem Tympanon aus dem 14. Jahrhundert, das die Bekehrung des Hl. Paulus in eindrucksvollen Szenen darstellt.

Zahnwehherrgott

Die Christusfigur an der Ostfassade des Doms erhielt ihren Namen durch eine Wiener Legende: Nachdem einige junge Männer die Statue wegen ihres leidenden Gesichtsausdrucks verspottet hatten, sollen sie selbst Zahnschmerzen bekommen haben.

Capistrankanzel

Von dieser Kanzel an der Ecke des Nordchors predigte der Franziskanerpater Johannes Capistran der Überlieferung nach im 15. Jahrhundert. Das heutige Denkmal erinnert an seinen Einsatz bei der Verteidigung Belgrads gegen die Osmanen.

Asylring „Leo“

Der Asylring „Leo“ an der Nordseite des Doms, erinnert an das mittelalterliche Asylrecht. Wer den Ring berührte, stand unter dem Schutz der Kirche. Daher stammt auch der Wiener Ausdruck „im Leo sein“.

Kaisern Sisi Statue

Am unvollendeten Nordturm befindet sich eine unscheinbare Stein-Statue von Kaiserin Elisabeth (Sisi), die noch zu ihren Lebzeiten an der Außenfassade angebracht wurde.

Türme des Stephansdoms

Die vier Türme des Stephansdoms prägen das unverwechselbare Erscheinungsbild des Wiener Wahrzeichens. Während der 136 Meter hohe Südturm als Meisterwerk der Gotik gilt, blieb der Nordturm mit seinen 68 Metern Höhe unvollendet. Ergänzt werden sie von den beiden romanischen Heidentürmen an der Westfassade, die zu den ältesten Teilen des Doms zählen.

Südturm und gemustertes Ziegeldach des Stephansdoms über den Dächern von Wien

Südturm

Ein Meisterwerk der gotischen Architektur mit 137 Metern Höhe. Grandioser Ausblick über Wien von der Türmerstube. Der Aufstieg ist nur über 343 Stufen möglich.

Gemustertes Ziegeldach des Stephansdoms mit dem Nordturm und der hohen gotischen Turmspitze vor blauem Himmel

Nordturm

Der 68 Meter hohe Nordturm bietet einen einzigartigen Blick auf das Dach des Stephansdoms und beherbergt die Pummerin, Österreichs größte Glocke. Die Aussichtsplattform ist bequem mit dem Aufzug erreichbar.

Heidentürme und gemustertes Ziegeldach an der Westfassade des Wiener Stephansdoms

Heidentürme

Die Heidentürme zählen zu den ältesten Bauteilen des Stephansdoms und prägen seine historische Westfassade. Sie beherbergen mehrere Glocken, sind jedoch nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

Blick von oben auf das bunt gemusterte Ziegeldach des Stephansdoms mit dem kaiserlichen Doppeladler und der Jahreszahl 1831

Das Dach des Stephansdoms

Das Dach des Stephansdoms ist rund 28 Meter hoch, 10.000 Quadratmeter groß und mit etwa 230.000 bunt glasierten Dachziegeln in zehn verschiedenen Farbtönen gedeckt, die ein auffälliges Zickzack-Muster auf dem Langhaus sowie den k.u.k. Doppeladler und das Wappen der Stadt Wien und Österreichs auf dem Chordach zieren.

Nach der weitgehenden Zerstörung des mittelalterlichen Holzdachstuhls beim Brand des Stephansdoms im April 1945 wurde das Dach im Zuge des Wiederaufbaus mit einer modernen Stahlkonstruktion und neu errichtet.

Innenansicht einer gotischen Kirche mit kunstvollen Pfeilern, Altären, Stuhlreihen und Besuchern auf dem Schachbrettboden

Das Innere des Stephansdoms

Architektur und Grundriss

Der Stephansdom ist eine der bedeutendsten gotischen Kirchen Europas. Sein Innenraum gliedert sich in das hohe Hauptschiff, die beiden Seitenschiffe sowie zahlreiche Kapellen, die entlang der Wände angeordnet sind.

Chor, Altäre und Kunstwerke

Im östlichen Teil des Doms befindet sich der Chor, das liturgische Herzstück der Kirche. Dort stehen der prachtvolle Hochaltar aus der Barockzeit sowie an der Nordseite der kunstvolle gotische Wiener Neustädter Flügelaltar. Zu den bedeutendsten Kunstwerken zählen die spätgotische Kanzel mit dem berühmten „Fenstergucker“ und die imposante Riesenorgel über dem Westportal, eine der größten Orgeln Österreichs. Zahlreiche Gemälde, Grabmäler und Skulpturen erzählen von der religiösen, kulturellen und politischen Geschichte Wiens über viele Jahrhunderte hinweg.

Gewölbe 

Über dem Kirchenraum spannt sich das beeindruckende gotische Gewölbe des Stephansdoms. Kunstvoll verzweigte Rippen und reich gestaltete Schlusssteine tragen nicht nur die Konstruktion, sondern erzählen auch von der hohen Handwerkskunst des Mittelalters.

Innen-Rundgang durch den Stephansdom

Entdecken Sie kunsthistorische Meisterwerke bei einem Rundgang durch den Innenraum des Stephansdoms.

Barocker Hochaltar im Stephansdom mit großem Altarbild, Skulpturen und Blumenschmuck vor bunten Glasfenstern
Gotische Kanzel im Stephansdom mit kunstvollem Maßwerk, Reliefbüsten und gewundener Steintreppe
Gotischer Flügelaltar mit reich verzierten vergoldeten Schnitzfiguren im Stephansdom
Spätgotischer Orgelfuß aus Stein mit kunstvoll verziertem Rippengewölbe, Maßwerkbalkon und Skulpturen an einer Kirchenwand
Kunstvoll verziertes Friedrichsgrab aus rotem Marmor mit Reliefs und Wappen im Stephansdom
Menschliche Schädel und Knochen in den Katakomben unter dem Stephansdom

Hochaltar

Der barocke Hochaltar des Stephansdoms zeigt die Steinigung des heiligen Stephanus, des Dompatrons. Das eindrucksvolle Altarbild wurde 1647 vollendet.

Kanzel

Die Kanzel ist ein Meisterwerk spätgotischer Steinmetzkunst mit filigranen Verzierungen und Heiligenfiguren. Besonders berühmt ist der „Fenstergucker“, das Selbstporträt des Baumeisters.

Wiener Neustädter Altar

Der Wiener Neustädter Altar zählt zu den bedeutendsten gotischen Flügelaltären Europas. Seine bemalten Flügel zeigen je nach Kirchenjahr unterschiedliche Bildprogramme.

Orgelfuß

Der spätgotische Orgelfuß war bis 1797 der Aufstellungsort einer Schwalbennestorgel, die zu den frühen Orgeln des Stephansdoms gehörte.

Friedrichsgrab

Das Grabmal Kaiser Friedrichs III. zählt zu den bedeutendsten spätgotischen Kunstwerken Europas. Aus einem einzigen Block roten Adneter Marmors gefertigt, beeindruckt es mit seinem außergewöhnlichen Figurenreichtum.

Katakomben

Unter dem Stephansdom erstrecken sich die unterirdischen Katakomben mit ihren Gruften und Gebeinen. Sie dienten über Jahrhunderte als Begräbnisstätte und zählen zu den eindrucksvollsten historischen Räumen des Doms.

Die Fenster des Stephansdoms

Die Fenster des Stephansdoms gehören zu den eindrucksvollsten Gestaltungselementen des Kirchenraums. Sie zeigen biblische Szenen, Heilige, Wappen und religiöse Symbole und tauchen das Innere des Doms in ein farbenreiches Licht. Die heute sichtbaren Fenster stammen aus verschiedenen Epochen, von der Gotik bis zur Moderne.

Von den mittelalterlichen Buntglasfenstern haben sich jedoch nur wenige Originale erhalten. Viele Fenster wurden im Laufe der Jahrhunderte beschädigt oder im Zweiten Weltkrieg zerstört und später ersetzt.

Bleiglasfenster der Bartholomäuskapelle mit gotischen Architekturelementen und bunten Glasfeldern in Rot, Blau und Gelb

Grundriss des Stephansdoms

Der Stephansdom ist als dreischiffige Kirche angelegt. Er umfasst das Hauptschiff, die beiden Seitenschiffe, zahlreiche Kapellen und Tore, den markanten Nord- und Südturm sowie die beiden Heidentürme über dem Hauptportal. Das Hauptschiff bildet das Zentrum des Kirchenraums und führt zum Hochaltar im Ostteil des Doms. Entlang der Seitenschiffe laden Kapellen und bedeutende Kunstwerke zum Entdecken ein. Unter dem Dom erstrecken sich die historischen Katakomben.

Blick über die Dächer von Wien auf den Stephansdom mit Südturm und gemustertem Ziegeldach

All-Inclusive-Ticket | 29 €

Ein Ticket. Alle Highlights. 1 Jahr gültig. Sichern Sie sich mit dem All-Inclusive-Ticket Ihren Eintritt zu allen Erlebnissen im Wiener Stephansdom: 

  • Kirchenraum mit Audioguide
  • Südturm
  • Nordturm & Pummerin
  • Katakomben inkl. Führung
  • Domschatz & Dom Museum Wien
  • Schatzkammer des Deutschen Ordens
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Erkunden Sie Wiens Wahrzeichen und entdecken Sie die gotischen Meisterwerke im Kirchenraum, den Südturm, die unterirdischen Katakomben und die berühmte Pummerin.

Geschichte

Seit über 800 Jahren ist der Stephansdom das Herz der Stadt Wien. Jede Epoche hat ihre eigenen Spuren hinterlassen.

Spenden

Die Erhaltung des Stephansdoms ist eine große Aufgabe. Helfen auch Sie mit, unseren Steffl für heute und die kommenden Generationen zu bewahren.

Mehr entdecken im Stephansdom

Ein Domführer gestikuliert vor einer Besuchergruppe im Stephansdom

Führungen

Geführte Entdeckungsreisen durch den Dom, die Katakomben oder den Dachboden. Unsere Domführer erzählen Ihnen spannende Hintergründe zum Wiener Stephansdom.

Stephansdom Aussenansicht nach dem Dombrand 1945

Geschichte

Seit über 800 Jahren ist der Stephansdom das Herz der Stadt Wien. Jede Epoche hat ihre eigenen Spuren hinterlassen.

Spieltisch im Kirchenraum Riesenorgel Konzert im Stephansdom

Konzerte im Stephansdom

Erleben Sie den Stephansdom als außergewöhnlichen Klangraum – bei Orgelkonzerten der Wiener Dommusik und Klassik-Konzerten ausgewählter Ensembles.

Kultur im Dom

Besuchen Sie kulturelle Veranstaltungen, Ausstellungen und zeitgenössische Kunst-Installationen im Stephansdom.