Josef Grünwidl mit Bischofsstab und Mitra bei seiner Bischofsweihe im Kreis weiterer Geistlicher

Über den Stephansdom

Dom-, Pfarr- und Metropolitankirche

Der Wiener Stephansdom ist weit mehr als ein bedeutendes Wahrzeichen. Als Dom-, Pfarr- und Metropolitankirche erfüllt er zentrale Aufgaben im kirchlichen Leben und nimmt eine besondere Rolle innerhalb der katholischen Kirche in Wien ein. Diese besondere Stellung macht ihn zum geistlichen Zentrum der Erzdiözese Wien und verleiht ihm weit über die Stadtgrenzen hinaus Bedeutung.

 

 

Blick auf den Stephansdom mit markantem Südturm und buntem Ziegeldach

Die Funktionen des Wiener Stephansdoms

Als Dom-, Pfarr- und Metropolitankirche vereint der Wiener Stephansdom drei zentrale Funktionen.

Domkirche

Als Domkirche ist der Stephansdom die Bischofskirche der Erzdiözese Wien. Hier befindet sich der Sitz des Erzbischofs von Wien, und hier werden besonders wichtige Gottesdienste und kirchliche Feiern der Diözese gefeiert. Der Dom ist damit das geistliche Zentrum der Erzdiözese und ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit des Bischofs mit den Gläubigen. Seit der Errichtung des Bistums Wien im Jahr 1469 ist St. Stephan die Bischofskirche Wiens.

Pfarrkirche

Der Stephansdom ist zugleich die Pfarrkirche der Dompfarre St. Stephan. Sie gehört zu den ältesten Pfarren Wiens und ist bereits seit dem 12. Jahrhundert nachweisbar. Als Pfarrkirche ist er Ort des alltäglichen kirchlichen Lebens: Hier werden Gottesdienste gefeiert, Sakramente gespendet und die Pfarrgemeinde seelsorglich begleitet.

 

Metropolitankirche

Als Metropolitankirche ist der Stephansdom die Hauptkirche des Erzbistums Wien und Sitz des Metropoliten, des Erzbischofs von Wien. Dieser nimmt innerhalb der Kirchenprovinz Wien, zu der mehrere Diözesen gehören, besondere Aufgaben und Verantwortung wahr. Mit der feierlichen Erhebung Wiens zum Erzbistum im Jahr 1723 wurde der Stephansdom zur Metropolitankirche.

Erzbischof von Wien

Josef Grünwidl über den Wiener Stephansdom

Josef Grünwidl mit Brille, Bart und Kollarhemd

Der Stephansdom ist mehr als ein Kulturdenkmal und ein Wahrzeichen Wiens. Er ist ein Obdach für die Seele. Das Tor des Doms steht offen für alle, die mit Dank, Bitten und Sorgen zu Gott kommen wollen. Der Dom ist für viele Menschen eine Heimat, wo Gemeinschaft mit Gott und untereinander erlebbar wird.

Erzbischof Josef Grünwidl trat nach der Matura ins Wiener Priesterseminar ein. Er studierte Theologie und Orgel und wurde 1988 zum Priester geweiht. Danach wirkte er als Kaplan, Pfarrer und Dechant in verschiedenen Pfarren Niederösterreichs. Er war auch der erste Sekretär von Erzbischof Christoph Schönborn, Bischofsvikar für das Vikariat Süd und Administrator der Erzdiözese Wien. Am 24.1.2026 wurde er von Kardinal Schönborn zum Bischof geweiht und übernahm die Leitung der Erzdiözese Wien.

Domkapitel des Wiener Stephansdoms

Das Domkapitel ist eine Gemeinschaft von Geistlichen höheren Ranges an einer Kathedralkirche. Es ist eine Gebetsgemeinschaft zur höheren Ehre Gottes, die den Auftrag hat, feierliche Gottesdienste abzuhalten, und den Bischof als sein Senat und Rat unterstützt.

Zum Domkapitel St. Stephan

Erzbischöfliche Cur

Die Erzbischöfliche Cur von St. Stephan ist die seit dem Mittelalter bestehende Gemeinschaft der Seelsorgepriester des Wiener Stephansdoms. Seit Jahrhunderten trägt sie gemeinsam mit der Dompfarre Verantwortung für Gottesdienst, Seelsorge und das kirchliche Leben an St. Stephan.

Zur Erzbischöflichen Cur

Einrichtungen des Wiener Stephansdoms

Der Wiener Stephansdom erfüllt zahlreiche Aufgaben in den Bereichen Seelsorge, Liturgie, Kirchenmusik, Verwaltung, Denkmalpflege und Wissenschaft. Verschiedene Einrichtungen tragen dazu bei, den Betrieb des Doms sicherzustellen, sein kulturelles und religiöses Erbe zu bewahren und seine vielfältigen Tätigkeiten zu koordinieren.

Messingschild mit der Aufschrift „Metropolitan- und Dompfarre St. Stephan“ an einer Hauswand neben einer Holztür

Dompfarre

Die Dompfarre gestaltet das pfarrliche Leben am Stephansdom mit Gottesdiensten, Seelsorge und Gemeinschaft.

Mitarbeiter stempelt ein Ticket an einem Schalter mit Bezahlterminal und Funkgerät

Kirchenmeisteramt

Das Kirchenmeisteramt sorgt für den reibungslosen Betrieb des Stephansdoms mit über sechs Millionen Besuchern jährlich.

Nahaufnahme einer Violine und eines Bogens beim Spiel in einem Orchester

Wiener Dommusik

Die Wiener Dommusik gestaltet Gottesdienste und Konzerte im Wiener Stephansdom mit dem reichen Spektrum sakraler Musik.

Bearbeitetes gotisches Werkstück aus Sandstein auf einer Werkbank in der Dombauhütte

Dombauhütte

Die Dombauhütte ist seit dem 12. Jahrhundert für den Bau und Erhalt des Stephansdoms verantwortlich.

Archivunterlagen, Bücher und Dokumente aus dem Domarchiv St. Stephan

Domarchiv

Das Domarchiv bewahrt Matriken, Urkunden, Inventare und andere historische Schriftquellen aus dem Wiener Stephansdom.

Mehr entdecken im Stephansdom

Stephansdom Aussenansicht nach dem Dombrand 1945

Geschichte

Seit über 800 Jahren ist der Stephansdom das Herz der Stadt Wien. Jede Epoche hat ihre eigenen Spuren hinterlassen.

Brennende Teelichter auf einem schwarzen Metallgestell im Stephansdom

Gebetsanliegen

Feiern Sie eine Messe im Stephansdom, senden Sie uns Ihr Gebetsanliegen oder zünden Sie eine Kerze im Dom an.

Blick von oben in das mit Besuchern gefüllte Kirchenschiff im Stephansdom während eines Gottesdienstes

Gottesdienste

Informieren Sie sich über die Gottesdienst-Termine und feiern Sie die heilige Messe im Stephansdom mit.

Kinder in weißen Kleidern und Anzügen mit Kommunionkerzen während des Gottesdienstes zur Erstkommunion

Sakramente

Taufe, Erstkommunion, Firmung, Ehe, Beichte, Weihe, Krankensalbung – die Dompfarre St. Stephan steht Ihnen in jedem Abschnitt des Glaubens zur Seite.